D 2009, R: Michael Bully Herbig, mit: Jonas Hämmerle, Waldemar Kobus, Nic Romm, 84 min, dt. OV
Mut und Muskeln zählen bei den Wikingern normalerweise am meisten. Doch Wickie, der Sohn von Halvar, dem furchtlosen Anführer des Dorfes, ist da eine Ausnahme. Er kann sich für die rauen Sitten der anderen Wikinger nicht begeistern. Deshalb machen sich auch alle außer seiner Mutter und seiner guten Freundin Ylvi immer über ihn lustig. Doch Wickie denkt trotzdem lieber ein Weilchen über Probleme nach, um sie danach einfallsreich lösen zu können. Ganz getreu seinem Motto: Köpfchen statt Muskeln!
Bei einem Wettkampf mit seinem Vater hat er endlich die Gelegenheit zu beweisen, dass man auch mit Intelligenz und nicht nur mit purer Kraft und Gewalt Probleme lösen kann. Nach dem Wettkampf feiert das Dorf ausgelassen, ohne zu ahnen, dass große Gefahr droht. Geheimnisvolle Krieger greifen im Morgengrauen das Dorf an und entführen alle Kinder. Nur Wickie bleibt durch Zufall von diesem grausamen Schicksal verschont.
Um die Kinder des Dorfes wiederzufinden, nehmen Halvar und seine starken Männer mit ihrem Schiff die Verfolgung auf. Wickie schleicht sich verbotenerweise heimlich an Bord. Auf ihrer Rettungsmission erleben unsere Wikinger viele turbulente und spannende Abenteuer. Und mehr als einmal sind sie froh und dankbar, dass auch Wickie mit seinem Ideenreichtum mit an Bord ist und ihnen damit helfen kann!
Hey, hey Wickie, volle Fahrt voraus!
Für alle ab 6 Jahre.
E I N T R I T T: 2 Euro
15
// Do // 20 Uhr // SHORTS ATTACK (10 Filme in 80 Minuten - alle in OmU)
THE KIDS ARE ALRIGHT
Junge Menschen in Aktion: In Sachen Liebe fliegen die Fetzen, die Erwachsenen werden kritisiert, an der Tanke gibt es Stress, mit Papa geht es zum Motocross und nicht immer sitzt die Frisur. Mit oder ohne Waffe, auch ohne Belehrung geht die Ahnung durch den Magen: Junge Menschen könnten, ja sollten eine eigene Gesellschaft gründen.
Mit dabei u.a.:
KIDS FOR GUNS
D 2018, R: Simon Ostermann, 2 min
Waffen-Groteske
Es gibt kein Mindestalter für Selbstverteidigung. Sie lieben Ihre Kinder? „Kommen Sie zu uns, bevor es zu spät ist!“
SOMEWHERE TO BE
USA 2025, R: Christy Chan, 9 min
Tankstellen-Thriller
An der Tankstelle eines amerikanischen Highway wird einer Mutter und ihrer jungen Tochter das Tanken verweigert. Doch sie brauchen dringend Benzin!
I HATE HELEN
UK 2025, R: Martha McGuirk, 7 min
Schul-Drama
Priya hasst Helen, im Unterricht, in der Kantine, beim Schwimmen. Und am meisten hasst sie, was Helen in ihr auslöst.
S THE WOLF
F 2025, R: Sameh Alaa, 11 min
Haar-Reflexion
Urkomisches Nachdenken über Lebensphasen, erzählt durch zu viel und zu wenig Haare. Frisuren sind ziemlich persönlich!
BEYOND THE FACE
SLO, HRV, R: Anja Resman, 2024, 10 min
Erwachsenen-Analyse
Puppenanimation über das Gefühl, anders zu sein, und die Wahrnehmung der düsteren Erwachsenenwelt durch einen jungen Menschen.
T I C K E T S gibt es online bei tixforgigs (Link unterm Bild)
Mit dabei u.a.:
KIDS FOR GUNS
D 2018, R: Simon Ostermann, 2 min
Waffen-Groteske
Es gibt kein Mindestalter für Selbstverteidigung. Sie lieben Ihre Kinder? „Kommen Sie zu uns, bevor es zu spät ist!“
SOMEWHERE TO BE
USA 2025, R: Christy Chan, 9 min
Tankstellen-Thriller
An der Tankstelle eines amerikanischen Highway wird einer Mutter und ihrer jungen Tochter das Tanken verweigert. Doch sie brauchen dringend Benzin!
I HATE HELEN
UK 2025, R: Martha McGuirk, 7 min
Schul-Drama
Priya hasst Helen, im Unterricht, in der Kantine, beim Schwimmen. Und am meisten hasst sie, was Helen in ihr auslöst.
S THE WOLF
F 2025, R: Sameh Alaa, 11 min
Haar-Reflexion
Urkomisches Nachdenken über Lebensphasen, erzählt durch zu viel und zu wenig Haare. Frisuren sind ziemlich persönlich!
BEYOND THE FACE
SLO, HRV, R: Anja Resman, 2024, 10 min
Erwachsenen-Analyse
Puppenanimation über das Gefühl, anders zu sein, und die Wahrnehmung der düsteren Erwachsenenwelt durch einen jungen Menschen.
T I C K E T S gibt es online bei tixforgigs (Link unterm Bild)
29
// Do // 18 Uhr // DOK LEIPZIG - Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
Kurzfilmrolle ZEIG MAL HERZ (alle Filme in OmeU)
GROWNING WILD
D, UK 2026, R: Rob Crosse, 24 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Ein Ort der Vielfalt, ein Safe Space für mehrere Generationen von queeren Menschen. Von einer Wohnung zur nächsten werden Erfahrungen geteilt. Wer hier lebt, hat viel erlebt.
EIN TYP AUS KLEINMACHNOW
D 2026, R: Leonard Volkmer, 11 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Queere Ich-Erzählung zwischen Sehnsucht, Rausch und Reue. Im Club, am See und beim nächtlichen Heimweg ist das eigene Judgement oft schneller als die Frage, wie es einem eigentlich geht.
KITZEL
D 2026, R: Mona Keil, 4 min
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Das liebevolle Spiel zweier flauschiger Charaktere kippt schleichend ins Unangenehme, Kuscheln wird zu ernstem Gerangel, Grenzen werden überschritten. Ein Film, der unter die Haut geht.
LICE N’ SHINE
UGA 2026, R: Maria Byoma, 6 min
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Ein witzig-liebevolles Porträt des Alltags junger Teenagermädchen im empfindlichen Ökosystem eines Internats – in dem an einem ganz normalen Morgen schnell mal das Chaos losbrechen kann.
FOˋ FONG
Taiwan 2026, R: Wan Chen Lin, 26 min
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Ein Hakka-Dorf im Süden Taiwans: Die achtzigjährige Alan verbringt den stillen Alltag mit Gartenarbeit und Freundin A-Mei. Jüngere Generationen zieht es fort. Wer wird die Traditionen bewahren?
OMSORG
D 2026, R: Em Johrden, 17 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Über einen unbeschwerten Sommertag legt sich die Erzählung schmerzhafter sexueller Erfahrungen. Aus dem Off spricht eine Frau sich frei, schildert ihre neue Annäherung an das eigene Begehren.
T I C K E T S gibt es online bei DOK (Link unterm Bild)
D, UK 2026, R: Rob Crosse, 24 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Ein Ort der Vielfalt, ein Safe Space für mehrere Generationen von queeren Menschen. Von einer Wohnung zur nächsten werden Erfahrungen geteilt. Wer hier lebt, hat viel erlebt.
EIN TYP AUS KLEINMACHNOW
D 2026, R: Leonard Volkmer, 11 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Queere Ich-Erzählung zwischen Sehnsucht, Rausch und Reue. Im Club, am See und beim nächtlichen Heimweg ist das eigene Judgement oft schneller als die Frage, wie es einem eigentlich geht.
KITZEL
D 2026, R: Mona Keil, 4 min
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Das liebevolle Spiel zweier flauschiger Charaktere kippt schleichend ins Unangenehme, Kuscheln wird zu ernstem Gerangel, Grenzen werden überschritten. Ein Film, der unter die Haut geht.
LICE N’ SHINE
UGA 2026, R: Maria Byoma, 6 min
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Ein witzig-liebevolles Porträt des Alltags junger Teenagermädchen im empfindlichen Ökosystem eines Internats – in dem an einem ganz normalen Morgen schnell mal das Chaos losbrechen kann.
FOˋ FONG
Taiwan 2026, R: Wan Chen Lin, 26 min
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Ein Hakka-Dorf im Süden Taiwans: Die achtzigjährige Alan verbringt den stillen Alltag mit Gartenarbeit und Freundin A-Mei. Jüngere Generationen zieht es fort. Wer wird die Traditionen bewahren?
OMSORG
D 2026, R: Em Johrden, 17 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Über einen unbeschwerten Sommertag legt sich die Erzählung schmerzhafter sexueller Erfahrungen. Aus dem Off spricht eine Frau sich frei, schildert ihre neue Annäherung an das eigene Begehren.
T I C K E T S gibt es online bei DOK (Link unterm Bild)
29
// Do // 21 Uhr // DOK LEIPZIG - Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
FREE ZONE
D 2026, R:Jasmine Alakari, 90 min.
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Englisch, Griechisch, Farsi (Untertitel: Deutsch, Englisch)
Abtin, ein junger Anarchist aus dem Iran, lebt nach seiner Flucht in Griechenland. In seiner Heimat führte er eine Untergrundbibliothek mit verbotenen Büchern. Wegen seiner Beteiligung an Protesten sei er verhaftet, inhaftiert und gefoltert worden. Im Athener Stadtteil Exarchia – Ort linker Utopien und schwer umkämpfter Schauplatz der Gentrifizierung – setzt er seinen politischen Kampf fort: Er organisiert sich in der Bewegung für Geflüchtete, besetzt Häuser, protestiert gegen illegale Pushbacks und kämpft für alternative Lebensentwürfe. Dabei ist seine eigene Lage höchst prekär, denn jeder Kontakt mit dem Staat kann seinen Aufenthaltsstatus bedrohen. Regisseurin Jasmine Alakari begleitet Abtin über den Zeitraum eines Jahres, erlebt seine Wut, Hoffnung und Ohnmacht, aber auch Euphorie und Zusammenhalt. Immer wieder kreist der Film um die Frage, wie sehr der politische Aktivismus das eigene Leben prägen darf und welche Rolle Gewalt dabei spielt. Währenddessen spitzt sich auf der Straße die Auseinandersetzung mit der Polizei zu und Abtin gerät tatsächlich ins Visier der Staatsmacht. Alakari dreht zwar weiter, merkt aber, dass sie sich auch mit ihrer eigenen Rolle auseinandersetzen muss. Was bedeutet es, Beobachterin zu sein? Wie weit kann ein Film die Ängste und Hoffnungen einer Person ins Bild setzen, die nicht die Freiheit hat, sich dieser Situation zu entziehen? „Free Zone“ gibt auf diese Frage keine einfache Antwort, sondern reicht sie weiter. An uns – das Publikum. (Luc-Carolin Ziemann)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Englisch, Griechisch, Farsi (Untertitel: Deutsch, Englisch)
Abtin, ein junger Anarchist aus dem Iran, lebt nach seiner Flucht in Griechenland. In seiner Heimat führte er eine Untergrundbibliothek mit verbotenen Büchern. Wegen seiner Beteiligung an Protesten sei er verhaftet, inhaftiert und gefoltert worden. Im Athener Stadtteil Exarchia – Ort linker Utopien und schwer umkämpfter Schauplatz der Gentrifizierung – setzt er seinen politischen Kampf fort: Er organisiert sich in der Bewegung für Geflüchtete, besetzt Häuser, protestiert gegen illegale Pushbacks und kämpft für alternative Lebensentwürfe. Dabei ist seine eigene Lage höchst prekär, denn jeder Kontakt mit dem Staat kann seinen Aufenthaltsstatus bedrohen. Regisseurin Jasmine Alakari begleitet Abtin über den Zeitraum eines Jahres, erlebt seine Wut, Hoffnung und Ohnmacht, aber auch Euphorie und Zusammenhalt. Immer wieder kreist der Film um die Frage, wie sehr der politische Aktivismus das eigene Leben prägen darf und welche Rolle Gewalt dabei spielt. Währenddessen spitzt sich auf der Straße die Auseinandersetzung mit der Polizei zu und Abtin gerät tatsächlich ins Visier der Staatsmacht. Alakari dreht zwar weiter, merkt aber, dass sie sich auch mit ihrer eigenen Rolle auseinandersetzen muss. Was bedeutet es, Beobachterin zu sein? Wie weit kann ein Film die Ängste und Hoffnungen einer Person ins Bild setzen, die nicht die Freiheit hat, sich dieser Situation zu entziehen? „Free Zone“ gibt auf diese Frage keine einfache Antwort, sondern reicht sie weiter. An uns – das Publikum. (Luc-Carolin Ziemann)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
30
// Fr // 18 Uhr // DOK LEIPZIG - Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
HOTEL UTOPIA
D 2026, R: Julia Groteclaes, 86 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Englisch, Deutsch, Bulgarisch (Untertitel: Deutsch, Englisch)
Sie entwickeln Software, sind Lifestyle-Coaches, haben Marketing-Agenturen oder einen Amazon-Shop, sie reisen um die Welt, ohne für Unterkünfte zu zahlen: digitale Nomaden, denen als Arbeitsplatz mitunter ein Reisekoffer mit einem Laptop darauf reicht. Manche ihrer Sehnsüchte bleiben dabei auf der Strecke und werden zum Projekt eines umtriebigen Münchner Entwicklers: Matthias wirbt um heimatlose Individualist*innen und clevere Investor*innen, die als „Backer“ in sein Projekt einsteigen sollen, um aus einem verlassenen ehemaligen Luxus-Hotel in den bulgarischen Bergen ein hippes Coworking-Space zu machen. Er verspricht Community-Gefühl, intensive menschliche Verbindungen und wenig Steuern, Outdoor-Pool und Lagerfeueridylle. Während die von Heimat träumenden Nomaden darauf warten, dass aus der Utopie Realität wird, fühlen die Bewohner*innen der umliegenden Dörfer mit Skepsis einen neuen „Wind of Change“. Eine brillante Strukturanalyse eines Geschäftsmodells, das mit modernen Sehnsüchten handelt und sich den Raum dafür zu nehmen weiß. (Jan Künemund)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Englisch, Deutsch, Bulgarisch (Untertitel: Deutsch, Englisch)
Sie entwickeln Software, sind Lifestyle-Coaches, haben Marketing-Agenturen oder einen Amazon-Shop, sie reisen um die Welt, ohne für Unterkünfte zu zahlen: digitale Nomaden, denen als Arbeitsplatz mitunter ein Reisekoffer mit einem Laptop darauf reicht. Manche ihrer Sehnsüchte bleiben dabei auf der Strecke und werden zum Projekt eines umtriebigen Münchner Entwicklers: Matthias wirbt um heimatlose Individualist*innen und clevere Investor*innen, die als „Backer“ in sein Projekt einsteigen sollen, um aus einem verlassenen ehemaligen Luxus-Hotel in den bulgarischen Bergen ein hippes Coworking-Space zu machen. Er verspricht Community-Gefühl, intensive menschliche Verbindungen und wenig Steuern, Outdoor-Pool und Lagerfeueridylle. Während die von Heimat träumenden Nomaden darauf warten, dass aus der Utopie Realität wird, fühlen die Bewohner*innen der umliegenden Dörfer mit Skepsis einen neuen „Wind of Change“. Eine brillante Strukturanalyse eines Geschäftsmodells, das mit modernen Sehnsüchten handelt und sich den Raum dafür zu nehmen weiß. (Jan Künemund)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
30
// Fr // 21 Uhr // DOK LEIPZIG - Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
KINDESMUTTER
KINDESMUTTER
D 2026, R: Konrad Schlaich, 76 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm, Fokus Ost
Deutsch (Untertitel: Englisch)
Anne (36) wohnt in Halle (Saale) und lebt im Chaos. Eine Wohnung voller Umzugskartons, ein kläffender Hund. Der Mutter erklärt sie am Telefon, dass der Strom bald wieder abgestellt werde. Manchmal schaut Tochter Leonie (14) vorbei. Sie droht wie die Mutter, in die Drogenabhängigkeit abzurutschen. Das Sorgerecht für ihre zwei jüngeren Kinder wurde Anne bereits entzogen. Die Kamera bleibt rein beobachtend, fängt lose Szenen aus dem Dasein einer Frau ein, die wieder Verantwortung übernehmen will. Der Film sucht nicht nach psychologischen Erklärungen, er zeigt Anne in ihrer Gegenwart. Sie wirkt bei ihren Fahrten durch die Plattenbausiedlung isoliert von ihrer Umgebung. Bei einem Eis an einem öffentlichen Platz nähern sich Mutter und Tochter an. Annes Besuch bei ihrer Mutter bietet Rückhalt, baut aber auch Druck auf. Immer näher kommt man Anne, wünscht sich mit ihr, dass sie ihrer Tochter ein Vorbild werden kann. (Anke Leweke)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
D 2026, R: Konrad Schlaich, 76 min
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm, Fokus Ost
Deutsch (Untertitel: Englisch)
Anne (36) wohnt in Halle (Saale) und lebt im Chaos. Eine Wohnung voller Umzugskartons, ein kläffender Hund. Der Mutter erklärt sie am Telefon, dass der Strom bald wieder abgestellt werde. Manchmal schaut Tochter Leonie (14) vorbei. Sie droht wie die Mutter, in die Drogenabhängigkeit abzurutschen. Das Sorgerecht für ihre zwei jüngeren Kinder wurde Anne bereits entzogen. Die Kamera bleibt rein beobachtend, fängt lose Szenen aus dem Dasein einer Frau ein, die wieder Verantwortung übernehmen will. Der Film sucht nicht nach psychologischen Erklärungen, er zeigt Anne in ihrer Gegenwart. Sie wirkt bei ihren Fahrten durch die Plattenbausiedlung isoliert von ihrer Umgebung. Bei einem Eis an einem öffentlichen Platz nähern sich Mutter und Tochter an. Annes Besuch bei ihrer Mutter bietet Rückhalt, baut aber auch Druck auf. Immer näher kommt man Anne, wünscht sich mit ihr, dass sie ihrer Tochter ein Vorbild werden kann. (Anke Leweke)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
31
// Sa // 18 Uhr // DOK LEIPZIG - Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
THE MASTURBATOR – THE ADVENTURES OF EDGAR HILSENRATH
F, D, B 2026, R: François-Xavier Destors, 53 min
Französisch, Deutsch, Englisch (Untertitel: Englisch)
Wie viel schwarzen Humor braucht es, um dem Grauen zu trotzen? „The Masturbator – The Adventures of Edgar Hilsenrath“ taucht in die radikale Welt des Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Edgar Hilsenrath ein. Einer der ersten, die es gewagt haben, dem Trauma mit Groteske und hemmungslosem Lachen zu begegnen. Zwischen Animation und historischem Archivmaterial folgt der Film Hilsenraths Alter Ego aus seinem Roman „Fuck America“: einem mittellosen, sexbesessenen Schriftsteller im New York der 1950er-Jahre, der verzweifelt versucht, seine Erinnerungen an das Ghetto unter dem Titel „The Masturbator“ zu veröffentlichen. Schreiben wird zur Obsession, zur Provokation und zum Überlebensakt. 1926 in Leipzig geboren, führte Hilsenraths Weg durch Nazi-Deutschland, die Bukowina und das Ghetto von Transnistrien, über Palästina und Frankreich nach Amerika und zurück nach Europa. Eine Reise durch Orte des Verlusts, der Hoffnung und Enttäuschung. Eine Reise durch ein Jahrhundert, in dem die Gespenster des Faschismus immer wiederkehren. Burleske Animationen prallen auf rohe reale Bilder. In dieser Reibung entsteht das Porträt eines Künstlers, der mit seinen Büchern international Erfolge feierte, doch in Deutschland in Vergessenheit geraten ist. „The Masturbator“ verbindet Biografie, Erinnerung und Gegenwart zu einem ebenso verstörenden wie befreienden Film über die Kraft der Satire und die Notwendigkeit, dem Vergessen zu widersprechen. (Ola Staszel)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
Französisch, Deutsch, Englisch (Untertitel: Englisch)
Wie viel schwarzen Humor braucht es, um dem Grauen zu trotzen? „The Masturbator – The Adventures of Edgar Hilsenrath“ taucht in die radikale Welt des Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Edgar Hilsenrath ein. Einer der ersten, die es gewagt haben, dem Trauma mit Groteske und hemmungslosem Lachen zu begegnen. Zwischen Animation und historischem Archivmaterial folgt der Film Hilsenraths Alter Ego aus seinem Roman „Fuck America“: einem mittellosen, sexbesessenen Schriftsteller im New York der 1950er-Jahre, der verzweifelt versucht, seine Erinnerungen an das Ghetto unter dem Titel „The Masturbator“ zu veröffentlichen. Schreiben wird zur Obsession, zur Provokation und zum Überlebensakt. 1926 in Leipzig geboren, führte Hilsenraths Weg durch Nazi-Deutschland, die Bukowina und das Ghetto von Transnistrien, über Palästina und Frankreich nach Amerika und zurück nach Europa. Eine Reise durch Orte des Verlusts, der Hoffnung und Enttäuschung. Eine Reise durch ein Jahrhundert, in dem die Gespenster des Faschismus immer wiederkehren. Burleske Animationen prallen auf rohe reale Bilder. In dieser Reibung entsteht das Porträt eines Künstlers, der mit seinen Büchern international Erfolge feierte, doch in Deutschland in Vergessenheit geraten ist. „The Masturbator“ verbindet Biografie, Erinnerung und Gegenwart zu einem ebenso verstörenden wie befreienden Film über die Kraft der Satire und die Notwendigkeit, dem Vergessen zu widersprechen. (Ola Staszel)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
31
// Sa // 21 Uhr // DOK LEIPZIG - Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
WHITE LIES
ITA, BEL 2026, R: Alba Zari, 98 min
Italienisch, Englisch (Untertitel: Englisch, Deutsch)
Publikumswettbewerb
Alba Zari wurde in Bangkok geboren, in einer angeblichen „Hippie-Kommune“, der sich ihre Großmutter Rosa und ihre Mutter Ivana angeschlossen hatten. Aber sie erinnert sich nicht an viel aus ihrer Kindheit. Der Wunsch nach Antworten bringt Alba dazu, sich in die schmerzhafte Arbeit des Erinnerns zu vertiefen: der Versuch, die Entscheidung ihrer Großmutter, sich der Children of God-Sekte anzuschließen, zu verstehen, die weitreichenden Folgen der Indoktrination ihrer Mutter, und die Identität ihres Vaters. In Gesprächen und Alltagsmomenten mit ihrer Großmutter und Mutter erfährt Alba mehr über die Sekte, die Praxis des „Flirty Fishing“ und den weit verbreiteten sexuellen und psychologischen Missbrauch ihrer Mitglieder, einschließlich der Kinder. Die Spuren des Schmerzes sind noch Jahre später spürbar, zeigen sich in Albas Tränen, die noch vor den Worten heraussprudeln, im Zittern der Hände und den konstanten übertriebenen Entschuldigungen ihrer Mutter. Alba „lebt die Fragen“ in der Hoffnung auf Antworten; doch je weiter die Reise geht, desto klarer wird ihr, dass es vielleicht nicht um Antworten geht, sondern darum, Abwesenheit als eine konstante Präsenz zu akzeptieren und nicht davon bestimmt zu werden. Ein Film über Familienverletzungen, Erinnerung, und die Widerstandskraft der Bande, die uns zusammenhalten. (Sevara Pan)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)
Italienisch, Englisch (Untertitel: Englisch, Deutsch)
Publikumswettbewerb
Alba Zari wurde in Bangkok geboren, in einer angeblichen „Hippie-Kommune“, der sich ihre Großmutter Rosa und ihre Mutter Ivana angeschlossen hatten. Aber sie erinnert sich nicht an viel aus ihrer Kindheit. Der Wunsch nach Antworten bringt Alba dazu, sich in die schmerzhafte Arbeit des Erinnerns zu vertiefen: der Versuch, die Entscheidung ihrer Großmutter, sich der Children of God-Sekte anzuschließen, zu verstehen, die weitreichenden Folgen der Indoktrination ihrer Mutter, und die Identität ihres Vaters. In Gesprächen und Alltagsmomenten mit ihrer Großmutter und Mutter erfährt Alba mehr über die Sekte, die Praxis des „Flirty Fishing“ und den weit verbreiteten sexuellen und psychologischen Missbrauch ihrer Mitglieder, einschließlich der Kinder. Die Spuren des Schmerzes sind noch Jahre später spürbar, zeigen sich in Albas Tränen, die noch vor den Worten heraussprudeln, im Zittern der Hände und den konstanten übertriebenen Entschuldigungen ihrer Mutter. Alba „lebt die Fragen“ in der Hoffnung auf Antworten; doch je weiter die Reise geht, desto klarer wird ihr, dass es vielleicht nicht um Antworten geht, sondern darum, Abwesenheit als eine konstante Präsenz zu akzeptieren und nicht davon bestimmt zu werden. Ein Film über Familienverletzungen, Erinnerung, und die Widerstandskraft der Bande, die uns zusammenhalten. (Sevara Pan)
T I C K E T S gibt es online beim DOK (Link unterm Bild)














