Max Prosa ist Geschichtenerzähler. Hört man ihn alleine an der Gitarre oder am Klavier, kann man das in seiner reinsten Form erleben. Er spielt neue und alte Lieder, wie „Flügel“, das schon 2012 entstand, aber erst 2020 durch Egon Werlers Interpretation in der Castingshow „The Voice“ eine breite Masse erreichte. Außerdem das neue „Verschwende Dich“, das als das Titellied des Kinofilms “15 Jahre” von Hannah Herzsprung interpretiert wurde und dadurch größere Bekanntheit erlangte. Hinter diesen an die Oberfläche dringenden Erfolgen sitzt und arbeitet Max Prosa seit Jahren unbeirrt an seinen Texten und Liedern, spielt Konzerte und liest seine Gedichte, die er im neuen Gedichtband “Als wir ein Sternbild waren” versammelt hat, dessen Erstauflage in kürzester Zeit ausverkauft war. Die Lesenden und Zuhörerenden werden zu einer Gemeinschaft, um sie herum bildet sich eine Glocke, die Raum und Zeit dehnt. Max erzählt von Müttern und Söhnen, Königen und Dieben und natürlich von den großen Themen des Chansons: Vergänglichkeit, Leidenschaft und Liebe. Immer auf seine eigene Art und so, dass es jedem ans Herz geht.
Meret Becker arbeitet als Filmschauspielerin und Chansonette seit sie 17 Jahre ist. Im laufe der Zeit entfaltete sie sich zudem zur Entertainerin, Musikerin, Komponistin, Musikproduzentin und künstlerischen Leiterin ihrer Konzertprogramme. Ihre Selbstbezeichnung ist darstellende Künstlerin, Klangforscher und Reprisen-Clown. Sie ist Autodidaktin, hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen, lebt in Berlin und Frankreich und ist alleinerziehende Mutter einer erwachsenen Tochter.
Meret Becker komponiert und schreibt seit ca. 1995 eigene Musiken und Songs. Ihre Kompositionen hält sie meist einfach, oft loop-artig, um dann klanglich zu schichten. Oft benutzt sie feine leise Klänge, wie Spieluhren, Glockenspiel, Flagolet-Töne, Glasharfe oder Chelester. Neben mechanischen Instrumenten scheut sie sich nicht vor der elektronischen Bearbeitung. Sie liebt die Pausen und das Brüchige in der Musik. Trotzdem können sich ihre Kompositionen durchaus zu umfangreichen imposanten Stücken aufbauen. Sie bezeichnet ihre Musik u.a. als „optical music“, weil sie musikalische Bilder baut, ähnlich einer Filmmusik, oder auch „music en miniature, was auf den von ihr gepflegten Minimalismus anspielt.
Sich weitgehend selbst zu begleiten wird eine große Herausforderung und ein Spaß, denn außer auf der singenden Säge ist sie auf keinem Instrument Virtuosin. Sie setzt die jeweiligen von ihr gespielten Instrumente eher zweckmäßig und gezielt als Klangfarbe ein. Nun also allein oder im Duett mit Max Prosa.
T I C K E T S bekommt Ihr bei CULTON im Peterssteinweg 9!
04
// Fr // 20 Uhr // +++ A U S V E R K A U F T +++ S O L D + O U T+++
MAX PROSA & MERET BECKER
Max Prosa ist Geschichtenerzähler. Hört man ihn alleine an der Gitarre oder am Klavier, kann man das in seiner reinsten Form erleben. Er spielt neue und alte Lieder, wie „Flügel“, das schon 2012 entstand, aber erst 2020 durch Egon Werlers Interpretation in der Castingshow „The Voice“ eine breite Masse erreichte. Außerdem das neue „Verschwende Dich“, das als das Titellied des Kinofilms “15 Jahre” von Hannah Herzsprung interpretiert wurde und dadurch größere Bekanntheit erlangte. Hinter diesen an die Oberfläche dringenden Erfolgen sitzt und arbeitet Max Prosa seit Jahren unbeirrt an seinen Texten und Liedern, spielt Konzerte und liest seine Gedichte, die er im neuen Gedichtband “Als wir ein Sternbild waren” versammelt hat, dessen Erstauflage in kürzester Zeit ausverkauft war. Die Lesenden und Zuhörerenden werden zu einer Gemeinschaft, um sie herum bildet sich eine Glocke, die Raum und Zeit dehnt. Max erzählt von Müttern und Söhnen, Königen und Dieben und natürlich von den großen Themen des Chansons: Vergänglichkeit, Leidenschaft und Liebe. Immer auf seine eigene Art und so, dass es jedem ans Herz geht.
Meret Becker arbeitet als Filmschauspielerin und Chansonette seit sie 17 Jahre ist. Im laufe der Zeit entfaltete sie sich zudem zur Entertainerin, Musikerin, Komponistin, Musikproduzentin und künstlerischen Leiterin ihrer Konzertprogramme. Ihre Selbstbezeichnung ist darstellende Künstlerin, Klangforscher und Reprisen-Clown. Sie ist Autodidaktin, hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen, lebt in Berlin und Frankreich und ist alleinerziehende Mutter einer erwachsenen Tochter.
Meret Becker komponiert und schreibt seit ca. 1995 eigene Musiken und Songs. Ihre Kompositionen hält sie meist einfach, oft loop-artig, um dann klanglich zu schichten. Oft benutzt sie feine leise Klänge, wie Spieluhren, Glockenspiel, Flagolet-Töne, Glasharfe oder Chelester. Neben mechanischen Instrumenten scheut sie sich nicht vor der elektronischen Bearbeitung. Sie liebt die Pausen und das Brüchige in der Musik. Trotzdem können sich ihre Kompositionen durchaus zu umfangreichen imposanten Stücken aufbauen. Sie bezeichnet ihre Musik u.a. als „optical music“, weil sie musikalische Bilder baut, ähnlich einer Filmmusik, oder auch „music en miniature, was auf den von ihr gepflegten Minimalismus anspielt.
Sich weitgehend selbst zu begleiten wird eine große Herausforderung und ein Spaß, denn außer auf der singenden Säge ist sie auf keinem Instrument Virtuosin. Sie setzt die jeweiligen von ihr gespielten Instrumente eher zweckmäßig und gezielt als Klangfarbe ein. Nun also allein oder im Duett mit Max Prosa.
T I C K E T S das Konzert ist ausverkauft.
Meret Becker arbeitet als Filmschauspielerin und Chansonette seit sie 17 Jahre ist. Im laufe der Zeit entfaltete sie sich zudem zur Entertainerin, Musikerin, Komponistin, Musikproduzentin und künstlerischen Leiterin ihrer Konzertprogramme. Ihre Selbstbezeichnung ist darstellende Künstlerin, Klangforscher und Reprisen-Clown. Sie ist Autodidaktin, hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen, lebt in Berlin und Frankreich und ist alleinerziehende Mutter einer erwachsenen Tochter.
Meret Becker komponiert und schreibt seit ca. 1995 eigene Musiken und Songs. Ihre Kompositionen hält sie meist einfach, oft loop-artig, um dann klanglich zu schichten. Oft benutzt sie feine leise Klänge, wie Spieluhren, Glockenspiel, Flagolet-Töne, Glasharfe oder Chelester. Neben mechanischen Instrumenten scheut sie sich nicht vor der elektronischen Bearbeitung. Sie liebt die Pausen und das Brüchige in der Musik. Trotzdem können sich ihre Kompositionen durchaus zu umfangreichen imposanten Stücken aufbauen. Sie bezeichnet ihre Musik u.a. als „optical music“, weil sie musikalische Bilder baut, ähnlich einer Filmmusik, oder auch „music en miniature, was auf den von ihr gepflegten Minimalismus anspielt.
Sich weitgehend selbst zu begleiten wird eine große Herausforderung und ein Spaß, denn außer auf der singenden Säge ist sie auf keinem Instrument Virtuosin. Sie setzt die jeweiligen von ihr gespielten Instrumente eher zweckmäßig und gezielt als Klangfarbe ein. Nun also allein oder im Duett mit Max Prosa.
T I C K E T S das Konzert ist ausverkauft.
05
// Sa // 20 Uhr // 20Y Birthday Bash - Teil 2
THE SONIC BOOM FOUNDATION

» https://www.the-sonic-boom-foundation.de
» https://thesonicboomfoundation.bandcamp.com
» https://www.tixforgigs.com/Event/75693
Am 08.05.2006 spielten The Sonic Boom Foundation ihre erste Liveshow im Conne Island. Die nächsten Jahre waren turbulent, ein Hype namens NEW RAVE war in aller Munde und TSBF voll drin: ein Erfolg jagte den nächsten.
Jahre später zog die musikalische Trendkarawane weiter, der Sound der Zeit änderte sich, wurde kommerziell und die Band wollte sich dem nicht andienen … man experimentierte mit Gitarren, mit verschiedenen Besetzungen und langsam wurde es ruhiger um die Band.Doch nun, nach 20 Jahren und nach einer ausverkauften Warm-up-Party im Absturz Ende 2025 heißt es:
IT'S BEEN A WHILE
WE'RE BACK IN STYLE!
Und vor allem wollen wir nicht den glorreichen, historisch einmaligen technischen Super-GAU bei unserem Konzert am 19.06.2026 vergessen. Das Gerät ist noch in Italien beim Doktor und wir haben mittlerweile ein zweites – und wir denken, die nächsten 40 Jahre wird hier natürlich nichts ausfallen, außer wir hätten nur ein Gerät mit ;)
Nun denn: NICHT MIT UNS!
Wir können die erweiterte Spielzeit nutzen, um endlich mal unser Album JUKEBOX vorzustellen, welches ja unbestritten grandios geworden ist. Ansonsten wird es wie geplant voll auf die Mütze geben und wenn wir Glück haben, ist es auch nicht so brutal heiß. Wir sehen uns!
T I C K E T S: bekommt Ihr online via tixforgigs.com!
Jahre später zog die musikalische Trendkarawane weiter, der Sound der Zeit änderte sich, wurde kommerziell und die Band wollte sich dem nicht andienen … man experimentierte mit Gitarren, mit verschiedenen Besetzungen und langsam wurde es ruhiger um die Band.Doch nun, nach 20 Jahren und nach einer ausverkauften Warm-up-Party im Absturz Ende 2025 heißt es:
IT'S BEEN A WHILE
WE'RE BACK IN STYLE!
Und vor allem wollen wir nicht den glorreichen, historisch einmaligen technischen Super-GAU bei unserem Konzert am 19.06.2026 vergessen. Das Gerät ist noch in Italien beim Doktor und wir haben mittlerweile ein zweites – und wir denken, die nächsten 40 Jahre wird hier natürlich nichts ausfallen, außer wir hätten nur ein Gerät mit ;)
Nun denn: NICHT MIT UNS!
Wir können die erweiterte Spielzeit nutzen, um endlich mal unser Album JUKEBOX vorzustellen, welches ja unbestritten grandios geworden ist. Ansonsten wird es wie geplant voll auf die Mütze geben und wenn wir Glück haben, ist es auch nicht so brutal heiß. Wir sehen uns!
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07
// Mo // 18 Uhr // ERÖFFNUNG
14. LEIPZIGER TAGE DER INDUSTRIEKULTUR
Bei uns werden die diesjährigen „Tage der Industriekultur und das „Industrie | Kultur | Festival“ eröffnet. Gezeigt werden drei Kurzfilme vom Mitteldeutschen Kurzfilmfestival „Kurzsuechtig“ in Zusammenarbeit mit Mike Brandin. Außerdem eine Podiumsdiskussion zu „Wie der Kaffee nach Vietnam kam und blieb“ mit einem Impulsvortrag von Tanja Hoyer. Dazu gibt es frischen Kaffee für alle Gäste.
Um Anmeldung wird gebeten. Folgt dem Link unterm Bild. Dort auch mehr Informationen zum Programm.
Um Anmeldung wird gebeten. Folgt dem Link unterm Bild. Dort auch mehr Informationen zum Programm.
09
// Mi // 20 Uhr //
ALLAH-LAS (us)
Bekannt für ihren warmen, psychedelischen Westcoast-Sound, verbinden Allah-Las Surf, Folk und globale Einflüsse zu einer Atmosphäre, die sich gleichermaßen nach sonnigem Kalifornien und weiten Wüstenlandschaften anfühlt.
Mit ihrem Album LAHS (2019) zeigten Matt Correia, Spencer Dunham, Miles Michaud und Pedrum Siadatian eine Band, die ihren charakteristischen Vintage-Charme beibehielt und gleichzeitig neue musikalische Räume erkundete. Von Krautrock-Motorbeats über portugiesische Texte bis hin zu Disco-Rhythmen spiegelt das Album Reise, Suche und das Weiterziehen wider, das Allah-Las über Jahre geprägt hat.
Für zwei exklusive Deutschland-Shows bringen Allah-Las ihre typische hypnotische Mischung aus samtigen Harmonien, entspannten Grooves und globalen Klängen. Fans dürfen sich auf eine atmosphärische Live-Erfahrung freuen, die das Fernweh der Band transportiert und das Publikum auf eine musikalische Reise jenseits geografischer Grenzen mitnimmt.
T I C K E T S bekommt Ihr an allen bekannten Vorverlaufsstellen.
Mit ihrem Album LAHS (2019) zeigten Matt Correia, Spencer Dunham, Miles Michaud und Pedrum Siadatian eine Band, die ihren charakteristischen Vintage-Charme beibehielt und gleichzeitig neue musikalische Räume erkundete. Von Krautrock-Motorbeats über portugiesische Texte bis hin zu Disco-Rhythmen spiegelt das Album Reise, Suche und das Weiterziehen wider, das Allah-Las über Jahre geprägt hat.
Für zwei exklusive Deutschland-Shows bringen Allah-Las ihre typische hypnotische Mischung aus samtigen Harmonien, entspannten Grooves und globalen Klängen. Fans dürfen sich auf eine atmosphärische Live-Erfahrung freuen, die das Fernweh der Band transportiert und das Publikum auf eine musikalische Reise jenseits geografischer Grenzen mitnimmt.
T I C K E T S bekommt Ihr an allen bekannten Vorverlaufsstellen.
11
// Fr // 20 Uhr // GEGENkino
FM EINHEIT VERTONT KOSMISCHE REISE
+++ English below +++
KOSMISCHE REISE (KOSMIČESKIJ REJS)
SU 1936, R: Wassili Schurawljow, D: Sergei Komarow, Xenija Moskalenko, Wassili Gaponenko 70', OmeU, DCP
KOSMISCHE REISE von Wassili Schurawljow ist der letzte sowjetische Stummfilm und entstand zu einer Zeit, als sich der Tonfilm schon längst durchgesetzt hatte. Der Film zeigt ein fiktives Moskau des Jahres 1946 als Zukunftsstadt: das Raumfahrtsprogramm ist technisch soweit fortgeschritten, dass eine Rakete ins Weltall geschossen werden kann. Professor Pavel Sedikh, der eine Expedition zum Mond leiten soll, wird von seinem Rivalen Professor Karin als zu alt und psychisch ungeeignet für die Mission angesehen. Unterdessen misslingen die ersten Raketentests: das zuerst gestartete Kaninchen kommt ums Leben, eine Katze verschwindet spurlos. Mit Hilfe seiner Assistentin Professorin Marina und des jungen Andrjuscha schafft Sedikh einen erfolgreichen Start, Flug und eine Landung auf dem Mond, bei der sich die Crew mit auftretenden Problemen auseinandersetzen muss: der Schwerelosigkeit, dem Mangel an Sauerstoff oder ausreichender Körperwärme bei Temperaturen unter Null Grad. Ihre Mission wandelt sich zu einer Rettungsaktion, als Sedikh bei einer Mondwanderung ausrutscht, in eine Gletscherspalte stürzt, unter einem Felsbrocken eingeklemmt wird und ihm langsam der Sauerstoff ausgeht.
Eines der ästhetischen Merkmale des Films ist die erstaunlich realistische Abbildung einer Reise zum Mond, bevor solche Szenarien wirklich stattgefunden haben. Begünstigt durch die Mitarbeit des Wissenschaftlers und Begründers der modernen Kosmonautik Konstantin Ziolkowski schildert der Film ästhetisch in äußerst akkurater Vorhersage das Versuchslabor, den riesigen Hangar, das Raumschiff und seine Treibwerke sowie dessen Innenraum und Beleuchtung, die Raumanzüge und die Mondoberfläche. Sowjetische Kosmonaut:innen, die den Film 30 Jahre später sahen, waren beeindruckt von den Kulissen und der Realitätsnähe der Schwerelosigkeits-Szenen, die mit Stop-Motion-Tricktechnik animiert wurden.
Vertonen wird den Film FM Einheit, der in Sachen Avantgarde und präziser Handarbeit nicht besser zum Film passen könnte. Ob als Schlagzeuger der Hamburger Punkbands „Abwärts“ und „Palais Schaumburg“ oder versteckt hinter allerlei Metallschlagwerk bei den „Einstürzenden Neubauten“, ob als Solokünstler oder in zahlreichen Kollaborationen mit Andreas Ammer und Ulrike Haage von den „Rainbirds“: der musikalische Tausendsassa war und ist stets auf der Suche nach unbetretenen Wegen und fordert immer wieder Hörgewohnheiten heraus. Er bewegt sich sowohl im Konzert-, wie auch im Theater- und Kunstbetrieb und gilt längst auch international als einer der versiertesten und renommiertesten deutschen Musiker.
Das Bühnensetup besteht aus digitaler Elektronik, von der Decke herab hängenden, langen Metallfedern, Blechen, einem Tisch voller Ziegel und Gesteinssplit. Dieses diverse, mitunter archaische Instrumentarium wird FM Einheit in einer körperlichen Live-Performance mit seinen Händen, mit Hämmern, Bohrmaschinen und weiteren Gerätschaften perkussiv bearbeiten. Er entlockt den industriellen Materialien flächenartige Sounds, rhythmische Beats bis hin zu sphärischen Klängen, die mit der elektronischen Komposition der interstellaren, utopischen Bilderwelt auf der Leinwand eine Schicht hinzufügen, in der es immer wieder knirscht, kratzt und wummert.
T I C K E T S gibt es online bei tixforgigs (Link unterm Bild)
FM Einheit scores COSMIC VOYAGE
COSMIC JOURNEY by Vasily Shuravlyov is the last Soviet silent film and was made at a time when sound film had long since become the norm. The film depicts a fictional Moscow in 1946 as a city of the future: the space programme has advanced to such a technical level that a rocket can be launched into space. Professor Pavel Sedikh, who is to lead an expedition to the Moon, is regarded as too old and mentally unfit for the mission by his rival Professor Karin. Meanwhile, the first rocket tests go awry: the rabbit launched first is killed, and a cat vanishes without a trace. With the help of his assistant, Professor Marina, and the young Andryusha, Sedikh manages a successful launch, flight and landing on the Moon, during which the crew must contend with various problems: weightlessness, a lack of oxygen and insufficient body heat at sub-zero temperatures. Their mission turns into a rescue operation when Sedikh slips during a moonwalk, falls into a crevasse, becomes trapped under a boulder and slowly runs out of oxygen.
One of the film’s aesthetic features is its astonishingly realistic depiction of a journey to the Moon, long before such scenarios actually took place. Aided by the collaboration of the scientist and founder of modern cosmonautics, Konstantin Tsiolkovsky, the film depicts, with great aesthetic precision and remarkable foresight, the experimental laboratory, the enormous hangar, the spacecraft and its propulsion systems, as well as its interior and lighting, the space suits and the lunar surface. Soviet cosmonauts who saw the film 30 years later were impressed by the sets and the realism of the weightlessness scenes, which were animated using stop-motion techniques.
FM Einheit will be live scoring the film – in terms of avant-garde spirit and skilled craftsmanship, he could not be a better fit for the film. Whether as a drummer with the Hamburg punk bands ‘Abwärts’ and ‘Palais Schaumburg’, or hidden behind all kinds of metal percussion with ‘Einstürzende Neubauten’, whether as a solo artist or in numerous collaborations with Andreas Ammer and Ulrike Haage of the ‘Rainbirds’: this musical jack-of-all-trades has always been – and continues to be – on the lookout for uncharted territory, constantly challenging listeners’ expectations. He is active both in the realms of concert performance, as well as in theatre and the arts, and has long been internationally regarded as one of Germany’s most accomplished and renowned musicians.
The stage set-up consists of digital electronics, long metal springs suspended from the ceiling, sheets of metal, and a table full of bricks and crushed stone. FM Einheit will use this diverse and sometimes archaic apparatus in a physical live performance, belabouring it percussively with his hands, hammers, drills and other tools. He coaxes a range of noises from these industrial materials – from expansive sounds and rhythmic beats to ethereal tones – which, combined with the electronic composition, add a layer to the interstellar, utopian imagery on the screen that is constantly crackling, scratching and humming.
T I C K E T S are on sale via tixforgigs (Link below picture)
(c) pictures: Filmmuseum München/Edition Filmmuseum
KOSMISCHE REISE (KOSMIČESKIJ REJS)
SU 1936, R: Wassili Schurawljow, D: Sergei Komarow, Xenija Moskalenko, Wassili Gaponenko 70', OmeU, DCP
KOSMISCHE REISE von Wassili Schurawljow ist der letzte sowjetische Stummfilm und entstand zu einer Zeit, als sich der Tonfilm schon längst durchgesetzt hatte. Der Film zeigt ein fiktives Moskau des Jahres 1946 als Zukunftsstadt: das Raumfahrtsprogramm ist technisch soweit fortgeschritten, dass eine Rakete ins Weltall geschossen werden kann. Professor Pavel Sedikh, der eine Expedition zum Mond leiten soll, wird von seinem Rivalen Professor Karin als zu alt und psychisch ungeeignet für die Mission angesehen. Unterdessen misslingen die ersten Raketentests: das zuerst gestartete Kaninchen kommt ums Leben, eine Katze verschwindet spurlos. Mit Hilfe seiner Assistentin Professorin Marina und des jungen Andrjuscha schafft Sedikh einen erfolgreichen Start, Flug und eine Landung auf dem Mond, bei der sich die Crew mit auftretenden Problemen auseinandersetzen muss: der Schwerelosigkeit, dem Mangel an Sauerstoff oder ausreichender Körperwärme bei Temperaturen unter Null Grad. Ihre Mission wandelt sich zu einer Rettungsaktion, als Sedikh bei einer Mondwanderung ausrutscht, in eine Gletscherspalte stürzt, unter einem Felsbrocken eingeklemmt wird und ihm langsam der Sauerstoff ausgeht.
Eines der ästhetischen Merkmale des Films ist die erstaunlich realistische Abbildung einer Reise zum Mond, bevor solche Szenarien wirklich stattgefunden haben. Begünstigt durch die Mitarbeit des Wissenschaftlers und Begründers der modernen Kosmonautik Konstantin Ziolkowski schildert der Film ästhetisch in äußerst akkurater Vorhersage das Versuchslabor, den riesigen Hangar, das Raumschiff und seine Treibwerke sowie dessen Innenraum und Beleuchtung, die Raumanzüge und die Mondoberfläche. Sowjetische Kosmonaut:innen, die den Film 30 Jahre später sahen, waren beeindruckt von den Kulissen und der Realitätsnähe der Schwerelosigkeits-Szenen, die mit Stop-Motion-Tricktechnik animiert wurden.
Vertonen wird den Film FM Einheit, der in Sachen Avantgarde und präziser Handarbeit nicht besser zum Film passen könnte. Ob als Schlagzeuger der Hamburger Punkbands „Abwärts“ und „Palais Schaumburg“ oder versteckt hinter allerlei Metallschlagwerk bei den „Einstürzenden Neubauten“, ob als Solokünstler oder in zahlreichen Kollaborationen mit Andreas Ammer und Ulrike Haage von den „Rainbirds“: der musikalische Tausendsassa war und ist stets auf der Suche nach unbetretenen Wegen und fordert immer wieder Hörgewohnheiten heraus. Er bewegt sich sowohl im Konzert-, wie auch im Theater- und Kunstbetrieb und gilt längst auch international als einer der versiertesten und renommiertesten deutschen Musiker.
Das Bühnensetup besteht aus digitaler Elektronik, von der Decke herab hängenden, langen Metallfedern, Blechen, einem Tisch voller Ziegel und Gesteinssplit. Dieses diverse, mitunter archaische Instrumentarium wird FM Einheit in einer körperlichen Live-Performance mit seinen Händen, mit Hämmern, Bohrmaschinen und weiteren Gerätschaften perkussiv bearbeiten. Er entlockt den industriellen Materialien flächenartige Sounds, rhythmische Beats bis hin zu sphärischen Klängen, die mit der elektronischen Komposition der interstellaren, utopischen Bilderwelt auf der Leinwand eine Schicht hinzufügen, in der es immer wieder knirscht, kratzt und wummert.
T I C K E T S gibt es online bei tixforgigs (Link unterm Bild)
FM Einheit scores COSMIC VOYAGE
COSMIC JOURNEY by Vasily Shuravlyov is the last Soviet silent film and was made at a time when sound film had long since become the norm. The film depicts a fictional Moscow in 1946 as a city of the future: the space programme has advanced to such a technical level that a rocket can be launched into space. Professor Pavel Sedikh, who is to lead an expedition to the Moon, is regarded as too old and mentally unfit for the mission by his rival Professor Karin. Meanwhile, the first rocket tests go awry: the rabbit launched first is killed, and a cat vanishes without a trace. With the help of his assistant, Professor Marina, and the young Andryusha, Sedikh manages a successful launch, flight and landing on the Moon, during which the crew must contend with various problems: weightlessness, a lack of oxygen and insufficient body heat at sub-zero temperatures. Their mission turns into a rescue operation when Sedikh slips during a moonwalk, falls into a crevasse, becomes trapped under a boulder and slowly runs out of oxygen.
One of the film’s aesthetic features is its astonishingly realistic depiction of a journey to the Moon, long before such scenarios actually took place. Aided by the collaboration of the scientist and founder of modern cosmonautics, Konstantin Tsiolkovsky, the film depicts, with great aesthetic precision and remarkable foresight, the experimental laboratory, the enormous hangar, the spacecraft and its propulsion systems, as well as its interior and lighting, the space suits and the lunar surface. Soviet cosmonauts who saw the film 30 years later were impressed by the sets and the realism of the weightlessness scenes, which were animated using stop-motion techniques.
FM Einheit will be live scoring the film – in terms of avant-garde spirit and skilled craftsmanship, he could not be a better fit for the film. Whether as a drummer with the Hamburg punk bands ‘Abwärts’ and ‘Palais Schaumburg’, or hidden behind all kinds of metal percussion with ‘Einstürzende Neubauten’, whether as a solo artist or in numerous collaborations with Andreas Ammer and Ulrike Haage of the ‘Rainbirds’: this musical jack-of-all-trades has always been – and continues to be – on the lookout for uncharted territory, constantly challenging listeners’ expectations. He is active both in the realms of concert performance, as well as in theatre and the arts, and has long been internationally regarded as one of Germany’s most accomplished and renowned musicians.
The stage set-up consists of digital electronics, long metal springs suspended from the ceiling, sheets of metal, and a table full of bricks and crushed stone. FM Einheit will use this diverse and sometimes archaic apparatus in a physical live performance, belabouring it percussively with his hands, hammers, drills and other tools. He coaxes a range of noises from these industrial materials – from expansive sounds and rhythmic beats to ethereal tones – which, combined with the electronic composition, add a layer to the interstellar, utopian imagery on the screen that is constantly crackling, scratching and humming.
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(c) pictures: Filmmuseum München/Edition Filmmuseum
13
// So // 11 Uhr // TAG DES OFFENEN DENKMALS
FÜHRUNG DURCHS HAUS
Zum Tag des offenen Denkmals laden wir zu einem Blick hinter die Kulissen unseres historischen Kinos!
In der sachkundigen Führung erfahrt ihr von der bewegten Geschichte des UT Connewitz und von unseren Bemühungen es zu erhalten.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei.
In der sachkundigen Führung erfahrt ihr von der bewegten Geschichte des UT Connewitz und von unseren Bemühungen es zu erhalten.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei.
13
// So // 14 Uhr // Kinderkino
DIE KLEINE SPINNE LILLY WEBSTER

Animationsfilm, Slo 2023, R: Katarina Kerekesova, 66 min, dt. Synchronfassung
Die Familie Webster ist eigentlich eine Spinnenfamilie wie jede andere auch. Und doch sind sie außergewöhnlich. Vor allem Lili (Stimme im tschechischen Original: Zuzana Porubjaková) hat schon viele Abenteuer erlebt, aber jetzt steht ihr das wohl größte und gefährlichste bisher bevor: die Begegnung mit einem echten Menschen. Lili, als kleine Spinne, freundet sich tatsächlich mit einem richtigen großen Menschenmädchen an. Gemeinsam erkennen die äußerlich ziemlich ungleichen Freundinnen, dass es keine Rolle spielt, wie groß oder klein man ist. Das Geheimnis der Freundschaft ist vielleicht ganz woanders versteckt.
Für alle ab 5 Jahre.
E I N T R I T T: 2 Euro
Die Familie Webster ist eigentlich eine Spinnenfamilie wie jede andere auch. Und doch sind sie außergewöhnlich. Vor allem Lili (Stimme im tschechischen Original: Zuzana Porubjaková) hat schon viele Abenteuer erlebt, aber jetzt steht ihr das wohl größte und gefährlichste bisher bevor: die Begegnung mit einem echten Menschen. Lili, als kleine Spinne, freundet sich tatsächlich mit einem richtigen großen Menschenmädchen an. Gemeinsam erkennen die äußerlich ziemlich ungleichen Freundinnen, dass es keine Rolle spielt, wie groß oder klein man ist. Das Geheimnis der Freundschaft ist vielleicht ganz woanders versteckt.
Für alle ab 5 Jahre.
E I N T R I T T: 2 Euro
16
// Mi // 18:30 Uhr // GEGENkino
SZENARIO
### English below ###
DE 2026, R: Marie Wilke, 91‘, dt. OV mit engl. UT, DCP
Europas größte militärische Übungsstadt Schnöggersburg in Sachsen-Anhalt existiert nur für das Manöver. In dieser Kulisse aus Betonhäusern, Straßen und sterilen Plätzen beobachtet Marie Wilkes Dokumentarfilm SZENARIO den Alltag der Bundeswehr beim Einüben des urbanen Häuserkampfes. Statt auf eine narrative Zuspitzung setzt die Regisseurin auf eine distanzierte, analytische Beobachtung, die den Blick ganz auf die Mechanismen dieser künstlichen Übungswelt lenkt.
Die statischen, nüchternen Bilder von Kameramann Alexander Gheorghiu dokumentieren eine simulierte Realität: Rekrutinnen und Rekruten bewegen sich mit routinierten Gesten durch eine Geisterstadt, schießen auf unsichtbare Gegner:innen, bergen aufwendig geschminkte Verwundete und absolvieren Schulungen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit des Übungsgeländes wird Teil der Beobachtung. Zwischen militärischem Alltag, historischen Relikten und ritualisierten Abläufen untersucht der Film die Sprache und Gesten einer schleichenden Normalisierung des Militärischen. Es entsteht ein präzises Porträt einer Institution im Wandel – und spiegelt darin die verunsicherte Gegenwart einer Gesellschaft.
In Anwesenheit von Marie Wilke.
SZENARIO
DE 2026, D: Marie Wilke, 91‘, OV with English subtitles, DCP
Europe’s largest military training town, Schnöggersburg in Saxony-Anhalt, exists solely for military exercises. Against this backdrop of concrete buildings, roads and sterile squares, Marie Wilke's documentary SZENARIO observes the everyday life of the Bundeswehr as they practise urban warfare.
The static, matter-of-fact images document a simulated reality: recruits move through a ghost town with practised gestures, whilst visitors from outside are given a glimpse inside. Navigating between military daily life and ritualised procedures, the film examines the language and gestures of a creeping normalisation of the military. The result is a precise portrait of an institution in transition – and, in doing so, reflects the unsettled present of a society.
In the presence of Marie Wilke.
T I C K E T S are on sale via tixforgigs (Link below picture)
DE 2026, R: Marie Wilke, 91‘, dt. OV mit engl. UT, DCP
Europas größte militärische Übungsstadt Schnöggersburg in Sachsen-Anhalt existiert nur für das Manöver. In dieser Kulisse aus Betonhäusern, Straßen und sterilen Plätzen beobachtet Marie Wilkes Dokumentarfilm SZENARIO den Alltag der Bundeswehr beim Einüben des urbanen Häuserkampfes. Statt auf eine narrative Zuspitzung setzt die Regisseurin auf eine distanzierte, analytische Beobachtung, die den Blick ganz auf die Mechanismen dieser künstlichen Übungswelt lenkt.
Die statischen, nüchternen Bilder von Kameramann Alexander Gheorghiu dokumentieren eine simulierte Realität: Rekrutinnen und Rekruten bewegen sich mit routinierten Gesten durch eine Geisterstadt, schießen auf unsichtbare Gegner:innen, bergen aufwendig geschminkte Verwundete und absolvieren Schulungen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit des Übungsgeländes wird Teil der Beobachtung. Zwischen militärischem Alltag, historischen Relikten und ritualisierten Abläufen untersucht der Film die Sprache und Gesten einer schleichenden Normalisierung des Militärischen. Es entsteht ein präzises Porträt einer Institution im Wandel – und spiegelt darin die verunsicherte Gegenwart einer Gesellschaft.
In Anwesenheit von Marie Wilke.
SZENARIO
DE 2026, D: Marie Wilke, 91‘, OV with English subtitles, DCP
Europe’s largest military training town, Schnöggersburg in Saxony-Anhalt, exists solely for military exercises. Against this backdrop of concrete buildings, roads and sterile squares, Marie Wilke's documentary SZENARIO observes the everyday life of the Bundeswehr as they practise urban warfare.
The static, matter-of-fact images document a simulated reality: recruits move through a ghost town with practised gestures, whilst visitors from outside are given a glimpse inside. Navigating between military daily life and ritualised procedures, the film examines the language and gestures of a creeping normalisation of the military. The result is a precise portrait of an institution in transition – and, in doing so, reflects the unsettled present of a society.
In the presence of Marie Wilke.
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16
// Mi // 21 Uhr // GEGENkino
IF PIGEONS TURNED TO GOLD
### English below ###
CZ/SK 2026, R: Pepa Lubojacki, 110‘, OmeU, DCP
„Have you ever grieved someone who hasn’t died yet?“ IF PIGEONS TURNED TO GOLD ist eine schonungslose Langzeitbeobachtung des familiären Umfelds der Regisseurin. Über fünf Jahre hinweg begleitet Pepa Lubojacki insbesondere ihren Bruder David und zwei Cousins – alle drei chronisch alkoholabhängig, von sozialem Abstieg, Wohnungslosigkeit und gesundheitlichem Zerfall betroffen. Abseits von Stigmatisierung begegnet Lubojacki ihren Familienmitgliedern gleichsam als Betroffene, als Fürsorgende, als gelegentlich Abgewiesene und als eine, die die gemeinsame Familiengeschichte verstehen will, in der schwere Suchterkrankungen immer wieder Ausdruck und Ursache von Unglück gewesen sind.
Neben die Aufnahmen aus Davids unstetem Alltag treten KI-manipulierte Bilder aus dem Familienalbum: Davids und Pepas acht- bis zehnjährige Alter Egos erklären Suchtmechanismen und dysfunktionale Familienkonstellationen. Storytelling-Elemente aus den sozialen Medien und popkulturelle Einsprengsel aus der Jugendzeit der Geschwister verwischen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Jetztzeit. Parallel erscheinen am Horizont Möglichkeiten auf, wie Geborgenheit und ein liebevoller Umgang unter diesen Umständen wachsen können.
IF PIGEONS TURNED TO GOLD
CZ/SK 2026, D: Pepa Lubojacki, 110‘, OV with English subtitles, DCP
“Have you ever grieved someone who hasn’t died yet?” IF PIGEONS TURNED TO GOLD is an uncompromising long-term observation of the director’s personal family. Over the course of five years, Pepa Lubojacki follows in particular her brother David and two cousins – all three chronically addicted to alcohol and struggling with social decline, homelessness and deteriorating health. Setting aside any stigma, Lubojacki engages with her family members as someone who is affected by the situation herself, as a carer, as someone who is occasionally rejected, and as someone who seeks to understand their shared family history, in which severe addiction has repeatedly been both a manifestation and a cause of misfortune. Simultaneously, possibilities emerge on the horizon showing how a feeling of security and loving relationships can flourish under these circumstances.
T I C K E T S are on sale via tixforgigs (Link below picture).
CZ/SK 2026, R: Pepa Lubojacki, 110‘, OmeU, DCP
„Have you ever grieved someone who hasn’t died yet?“ IF PIGEONS TURNED TO GOLD ist eine schonungslose Langzeitbeobachtung des familiären Umfelds der Regisseurin. Über fünf Jahre hinweg begleitet Pepa Lubojacki insbesondere ihren Bruder David und zwei Cousins – alle drei chronisch alkoholabhängig, von sozialem Abstieg, Wohnungslosigkeit und gesundheitlichem Zerfall betroffen. Abseits von Stigmatisierung begegnet Lubojacki ihren Familienmitgliedern gleichsam als Betroffene, als Fürsorgende, als gelegentlich Abgewiesene und als eine, die die gemeinsame Familiengeschichte verstehen will, in der schwere Suchterkrankungen immer wieder Ausdruck und Ursache von Unglück gewesen sind.
Neben die Aufnahmen aus Davids unstetem Alltag treten KI-manipulierte Bilder aus dem Familienalbum: Davids und Pepas acht- bis zehnjährige Alter Egos erklären Suchtmechanismen und dysfunktionale Familienkonstellationen. Storytelling-Elemente aus den sozialen Medien und popkulturelle Einsprengsel aus der Jugendzeit der Geschwister verwischen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Jetztzeit. Parallel erscheinen am Horizont Möglichkeiten auf, wie Geborgenheit und ein liebevoller Umgang unter diesen Umständen wachsen können.
IF PIGEONS TURNED TO GOLD
CZ/SK 2026, D: Pepa Lubojacki, 110‘, OV with English subtitles, DCP
“Have you ever grieved someone who hasn’t died yet?” IF PIGEONS TURNED TO GOLD is an uncompromising long-term observation of the director’s personal family. Over the course of five years, Pepa Lubojacki follows in particular her brother David and two cousins – all three chronically addicted to alcohol and struggling with social decline, homelessness and deteriorating health. Setting aside any stigma, Lubojacki engages with her family members as someone who is affected by the situation herself, as a carer, as someone who is occasionally rejected, and as someone who seeks to understand their shared family history, in which severe addiction has repeatedly been both a manifestation and a cause of misfortune. Simultaneously, possibilities emerge on the horizon showing how a feeling of security and loving relationships can flourish under these circumstances.
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17
// Do // 18.30 Uhr // GEGENkino
100 SUNSET
### English below ###
CA 2025, R: Kunsang Kyirong, D: Tenzin Kunsel, Sonam Choekyi, Tsering Bawa, 99', OmeU, DCP
Deutschlandpremiere
Die Kunsel ist eine introvertierte junge Frau und wohnt seit Kurzem in der tibetischen Nachbar:innenschaft von 100 Sunset, einer Wohnanlage in Parkdale, Toronto – dem Ort der weltweit größten tibetischen Diaspora-Community – und: Kunsel ist Kleptomanin. Neben anderen Dingen stiehlt sie von einem Mitbewohner des Hauses dessen Videokamera, beginnt damit ihre Umgebung zu filmen, ihren Alltag und heimlich auch ihre Nachbar:innen. Als Passang, eine Frau in Kunsels Alter, mit ihrem deutlich älteren Ehemann in die Wohnanlage zieht, fühlen die beiden sich verbunden: sie teilen eine unausgesprochene Unzufriedenheit und Sehnsucht nach einem anderen Leben, streifen zusammen durch die Stadt, besuchen Englischkurse und schmieden einen folgereichen Plan.
100 SUNSET, das Debüt von Regisseurin Kunsang Kyirong, gefilmt mit Laiendarsteller:innen aus der tibetischen Community an deren realen Orten, ist ein seltener Einblick in das Zusammenleben der Diaspora. Der Film interessiert sich für die verschwimmenden Grenzen zwischen Intimität und Voyeurismus, für Vertrauensbrüche innerhalb eines Beziehungsnetzes, das durch die Figur der mysteriösen, wenige Worte verlierenden Kunsel langsam zu bröckeln beginnt.
100 SUNSET
CA 2025, D: Kunsang Kyirong, A: Tenzin Kunsel, Sonam Choekyi, Tsering Bawa, 99', OV with English subtitles, DCP
German Premiere
Kunsel has recently moved into the Tibetan neighbourhood of 100 Sunset, a housing estate in Parkdale, Toronto – and: Kunsel is a kleptomaniac. She steals a fellow resident’s video camera and begins filming her surroundings, her daily life and, secretly, her neighbours too. When Passang, a woman of Kunsel’s age, moves into the housing estate, the two feel a connection and hatch a momentous plan. 100 SUNSET, the debut film by director Kunsang Kyirong, shot with non-professional actors from the Tibetan community in their real-life locations, offers a rare insight into the life of the diaspora. Navigating along the blurring boundaries between intimacy and voyeurism, the film explores breaches of trust within a network of relationships that is slowly beginning to crumble.
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CA 2025, R: Kunsang Kyirong, D: Tenzin Kunsel, Sonam Choekyi, Tsering Bawa, 99', OmeU, DCP
Deutschlandpremiere
Die Kunsel ist eine introvertierte junge Frau und wohnt seit Kurzem in der tibetischen Nachbar:innenschaft von 100 Sunset, einer Wohnanlage in Parkdale, Toronto – dem Ort der weltweit größten tibetischen Diaspora-Community – und: Kunsel ist Kleptomanin. Neben anderen Dingen stiehlt sie von einem Mitbewohner des Hauses dessen Videokamera, beginnt damit ihre Umgebung zu filmen, ihren Alltag und heimlich auch ihre Nachbar:innen. Als Passang, eine Frau in Kunsels Alter, mit ihrem deutlich älteren Ehemann in die Wohnanlage zieht, fühlen die beiden sich verbunden: sie teilen eine unausgesprochene Unzufriedenheit und Sehnsucht nach einem anderen Leben, streifen zusammen durch die Stadt, besuchen Englischkurse und schmieden einen folgereichen Plan.
100 SUNSET, das Debüt von Regisseurin Kunsang Kyirong, gefilmt mit Laiendarsteller:innen aus der tibetischen Community an deren realen Orten, ist ein seltener Einblick in das Zusammenleben der Diaspora. Der Film interessiert sich für die verschwimmenden Grenzen zwischen Intimität und Voyeurismus, für Vertrauensbrüche innerhalb eines Beziehungsnetzes, das durch die Figur der mysteriösen, wenige Worte verlierenden Kunsel langsam zu bröckeln beginnt.
100 SUNSET
CA 2025, D: Kunsang Kyirong, A: Tenzin Kunsel, Sonam Choekyi, Tsering Bawa, 99', OV with English subtitles, DCP
German Premiere
Kunsel has recently moved into the Tibetan neighbourhood of 100 Sunset, a housing estate in Parkdale, Toronto – and: Kunsel is a kleptomaniac. She steals a fellow resident’s video camera and begins filming her surroundings, her daily life and, secretly, her neighbours too. When Passang, a woman of Kunsel’s age, moves into the housing estate, the two feel a connection and hatch a momentous plan. 100 SUNSET, the debut film by director Kunsang Kyirong, shot with non-professional actors from the Tibetan community in their real-life locations, offers a rare insight into the life of the diaspora. Navigating along the blurring boundaries between intimacy and voyeurism, the film explores breaches of trust within a network of relationships that is slowly beginning to crumble.
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17
// Do // 21 Uhr // GEGENkino
Die Kunst des ugandischen Live Dubbing VJ Emmy begleitet EATEN ALIVE IN UGANDA
### English below ###
Deutschlandpremiere
FORGET THE DIRECTOR, THIS IS EMMY'S CUT!
UG/DE 2026, R: Marion Desmaret, 11', OmeU, DCP
EATEN ALIVE IN UGANDA
UG 2026, R: Nabwana I.G.G., D: Alan Hofmanis Ssali, Isaac Newton Kizito, Mwebaza Faridah, 55', OV mit Live-Kommentar, File
Eine der weltweit spannendsten Low- und No-Budget-Filmkultur findet seit vielen Jahren in Wakaliga, einem Slum von Ugandas Hauptstadt Kampala statt. Wakaliga ist der Name des Filmstudios, auch bekannt unter dem Namen Ramon Film Productions oder augenzwinkernd: „Wakaliwood“. Dort entstehen quirlige, keine Sensation und Unwahrscheinlichkeit auslassende Actionfilme, die es in ihrem Maximalismus mit Hollywood, aber auch mit Vorbildern aus Hongkong oder Indien aufnehmen wollen. Ein exzessiver Mix aus Referenzen auf Vorbilder westlicher Populärkultur und Einflüssen der eigenen Kultur. Kung-Fu-Kämpfe, Shootouts mit Bazookas, mit einfachsten Mitteln abgefeuerte Explosionen wie am Fließband und aus der Zeit gefallenes Bluescreen-CGI. Geschichten von Bandenkriminalität und Korruption, Romanzen à la Shakespeare und einem Heldentum epischen Ausmaßes. Ein DIY-Kino der „poor images“, das auch jenseits der Filmwelten ein filmkulturelles Phänomen ist: so setzt sich der Cast häufig aus Familienmitgliedern, Freund:innen und Nachbar:innen zusammen. Es ist ein radikal partizipatives Filmemachen: Gemeinsam entscheidet das Team über Aufgaben und Rollenverteilung. Auch die Auswertung der Filme ist ohne die eigene Community nicht zu denken: In der Regel erfolgt die Präsentation nämlich in sogenannten „kibandas“, selbst hergerichtete, gemeinschaftliche Orte, an denen die Filme nicht lediglich an die Wand gebeamt werden, sondern darüber hinaus von einem Live-Kommentator – „video joker“ (VJ) genannt – begleitet. Dieser kommentiert wie ein Erzähler, manchmal gar wie ein Animator, das Geschehen. Eine einzigartige Kino-Performance!
Der Regisseur Nabwana I.G.G. Ist eine der zentralen Figuren von Wakaliga – wir präsentieren mit EATEN ALIVE IN UGANDA die aktuellste Produktion des Studios, live begleitet von VJ Emmy, einem der profiliertesten VJs – laut der lokalen Community auch der mit dem besten Humor –, der aus Kampala zum Festival anreist. Im Film begibt sich ein US-amerikanischer Soldat in ein abgelegenes ugandisches Dorf im Bezirk Rakai, um dort seinen seit drei Jahren vermissten Bruder zu suchen. Dort heuert er Soldaten an, die ihm auf seiner Mission unterstützen, trifft dann im Hinterland auf einen etwas seltsamen Wissenschaftler und auf eine kannibalistische Voodoo-Sekte namens „The Dancers“, die zum Teil aus Zombies, zum Teil aus Kindern besteht, die auf den Geschmack gekommen sind. Gefangen in diesem Alptraum beginnt ein actiongeladener Wettlauf durch eine Horde aus Untoten. Wird er es schaffen seinen Bruder zu finden, bevor er mit seinem Helfern verschlungen wird?
Als Eröffnungsfilm des Abends zeigen wir FORGET THE DIRECTOR, THIS IS EMMY'S CUT! von Marion Desmaret in ihrer Anwesenheit. Wie dem Titel nach zu vermuten dreht sich ihr kurzer, experimenteller Dokumentarfilm um Emmy Batte, alias VJ Emmy, den wir bei seiner Arbeit zu sehen bekommen. In provisorischen Kinosälen synchronisiert er live, übersetzt Dialoge in lokale Sprachen (vor allem Luganda) und fügt den Filmerzählungen witzige bis gesellschaftskritische Kommentare hinzu. Als VJ wie auch in diesem Film erobert er sich das Narrativ zurück, er schreibt das Drehbuch neu – ein Film voll heiterer Respektlosigkeit.
In Anwesenheit von Marion Desmaret
German Premiere
FORGET THE DIRECTOR, THIS IS EMMY'S CUT!
UG/DE 2026, D: Marion Desmaret, 11', OV with English subtitles, DCP
EATEN ALIVE IN UGANDA
UG 2026, D: Nabwana I.G.G., A: Alan Hofmanis Ssali, Isaac Newton Kizito, Mwebaza Faridah, 55', OV with live commentary, File
One of the world’s most exciting low- and no-budget film scenes has been thriving for many years in Wakaliga, a slum in Uganda’s capital Kampala. Wakaliga is the name of the film studio, also known as Ramon Film Productions or, with a wink: “Wakaliwood”. There, lively action films are produced, sparing no sensationalisms or implausibilities, and which in their maximalism aim to rival not only Hollywood but also role models from Hong Kong and India. An excessive mix of references to Western popular culture and influences from their own culture. Kung fu fights, bazooka shoot-outs, never ending explosions set off with the simplest of means, and seemingly antiquated blue-screen CGI. Stories of gang crime and corruption, Shakespearean romances, and heroism on an epic scale. A DIY cinema of “poor images”, which even beyond the world of cinema, is a phenomenon in film culture: the cast is often made up of family members, friends and neighbours. It is a radically participatory form of filmmaking: the team decides together on tasks and the allocation of roles. The screening of the films would also be unthinkable without the community itself: usually, they take place in so-called “kibandas” – self-organised, communal spaces where the films are not merely projected onto a wall, but are also accompanied by a live commentator, known as a “video joker” (VJ). This commentator narrates the action, sometimes even acting as an animator. A unique cinematic performance!
Director Nabwana I.G.G. is one of the central figures of Wakaliga – we are presenting the studio’s latest production, EATEN ALIVE IN UGANDA, accompanied live by VJ Emmy, one of the most prominent VJs – and, according to the local community, the one with the best sense of humour – who is travelling from Kampala to attend the festival. In the film, an American soldier travels to a remote Ugandan village in the Rakai district to search for his brother, who has been missing for three years. There, he recruits soldiers to assist him on his mission, then encounters a somewhat strange scientist in the hinterland and a cannibalistic voodoo sect called “The Dancers”, consisting partly of zombies and partly of children who have acquired a taste for it. Trapped in this nightmare, an action-packed race against a horde of the undead begins. Will he manage to find his brother before he and his helpers are devoured?
To begin the evening, we are screening FORGET THE DIRECTOR, THIS IS EMMY’S CUT! by Marion Desmaret in her presence. As the title suggests, her short, experimental documentary centres on Emmy Batte, alias VJ Emmy, whom we see at work. In makeshift cinemas, he provides live dubbing, translates dialogue into local languages (primarily Luganda) and adds comments to the film narratives that range from humorous to socially critical. As a VJ as in this film, he reclaims the narrative and rewrites the script – a film brimming with cheerful disrespect.
In the presence of Marion Desmaret
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Deutschlandpremiere
FORGET THE DIRECTOR, THIS IS EMMY'S CUT!
UG/DE 2026, R: Marion Desmaret, 11', OmeU, DCP
EATEN ALIVE IN UGANDA
UG 2026, R: Nabwana I.G.G., D: Alan Hofmanis Ssali, Isaac Newton Kizito, Mwebaza Faridah, 55', OV mit Live-Kommentar, File
Eine der weltweit spannendsten Low- und No-Budget-Filmkultur findet seit vielen Jahren in Wakaliga, einem Slum von Ugandas Hauptstadt Kampala statt. Wakaliga ist der Name des Filmstudios, auch bekannt unter dem Namen Ramon Film Productions oder augenzwinkernd: „Wakaliwood“. Dort entstehen quirlige, keine Sensation und Unwahrscheinlichkeit auslassende Actionfilme, die es in ihrem Maximalismus mit Hollywood, aber auch mit Vorbildern aus Hongkong oder Indien aufnehmen wollen. Ein exzessiver Mix aus Referenzen auf Vorbilder westlicher Populärkultur und Einflüssen der eigenen Kultur. Kung-Fu-Kämpfe, Shootouts mit Bazookas, mit einfachsten Mitteln abgefeuerte Explosionen wie am Fließband und aus der Zeit gefallenes Bluescreen-CGI. Geschichten von Bandenkriminalität und Korruption, Romanzen à la Shakespeare und einem Heldentum epischen Ausmaßes. Ein DIY-Kino der „poor images“, das auch jenseits der Filmwelten ein filmkulturelles Phänomen ist: so setzt sich der Cast häufig aus Familienmitgliedern, Freund:innen und Nachbar:innen zusammen. Es ist ein radikal partizipatives Filmemachen: Gemeinsam entscheidet das Team über Aufgaben und Rollenverteilung. Auch die Auswertung der Filme ist ohne die eigene Community nicht zu denken: In der Regel erfolgt die Präsentation nämlich in sogenannten „kibandas“, selbst hergerichtete, gemeinschaftliche Orte, an denen die Filme nicht lediglich an die Wand gebeamt werden, sondern darüber hinaus von einem Live-Kommentator – „video joker“ (VJ) genannt – begleitet. Dieser kommentiert wie ein Erzähler, manchmal gar wie ein Animator, das Geschehen. Eine einzigartige Kino-Performance!
Der Regisseur Nabwana I.G.G. Ist eine der zentralen Figuren von Wakaliga – wir präsentieren mit EATEN ALIVE IN UGANDA die aktuellste Produktion des Studios, live begleitet von VJ Emmy, einem der profiliertesten VJs – laut der lokalen Community auch der mit dem besten Humor –, der aus Kampala zum Festival anreist. Im Film begibt sich ein US-amerikanischer Soldat in ein abgelegenes ugandisches Dorf im Bezirk Rakai, um dort seinen seit drei Jahren vermissten Bruder zu suchen. Dort heuert er Soldaten an, die ihm auf seiner Mission unterstützen, trifft dann im Hinterland auf einen etwas seltsamen Wissenschaftler und auf eine kannibalistische Voodoo-Sekte namens „The Dancers“, die zum Teil aus Zombies, zum Teil aus Kindern besteht, die auf den Geschmack gekommen sind. Gefangen in diesem Alptraum beginnt ein actiongeladener Wettlauf durch eine Horde aus Untoten. Wird er es schaffen seinen Bruder zu finden, bevor er mit seinem Helfern verschlungen wird?
Als Eröffnungsfilm des Abends zeigen wir FORGET THE DIRECTOR, THIS IS EMMY'S CUT! von Marion Desmaret in ihrer Anwesenheit. Wie dem Titel nach zu vermuten dreht sich ihr kurzer, experimenteller Dokumentarfilm um Emmy Batte, alias VJ Emmy, den wir bei seiner Arbeit zu sehen bekommen. In provisorischen Kinosälen synchronisiert er live, übersetzt Dialoge in lokale Sprachen (vor allem Luganda) und fügt den Filmerzählungen witzige bis gesellschaftskritische Kommentare hinzu. Als VJ wie auch in diesem Film erobert er sich das Narrativ zurück, er schreibt das Drehbuch neu – ein Film voll heiterer Respektlosigkeit.
In Anwesenheit von Marion Desmaret
German Premiere
FORGET THE DIRECTOR, THIS IS EMMY'S CUT!
UG/DE 2026, D: Marion Desmaret, 11', OV with English subtitles, DCP
EATEN ALIVE IN UGANDA
UG 2026, D: Nabwana I.G.G., A: Alan Hofmanis Ssali, Isaac Newton Kizito, Mwebaza Faridah, 55', OV with live commentary, File
One of the world’s most exciting low- and no-budget film scenes has been thriving for many years in Wakaliga, a slum in Uganda’s capital Kampala. Wakaliga is the name of the film studio, also known as Ramon Film Productions or, with a wink: “Wakaliwood”. There, lively action films are produced, sparing no sensationalisms or implausibilities, and which in their maximalism aim to rival not only Hollywood but also role models from Hong Kong and India. An excessive mix of references to Western popular culture and influences from their own culture. Kung fu fights, bazooka shoot-outs, never ending explosions set off with the simplest of means, and seemingly antiquated blue-screen CGI. Stories of gang crime and corruption, Shakespearean romances, and heroism on an epic scale. A DIY cinema of “poor images”, which even beyond the world of cinema, is a phenomenon in film culture: the cast is often made up of family members, friends and neighbours. It is a radically participatory form of filmmaking: the team decides together on tasks and the allocation of roles. The screening of the films would also be unthinkable without the community itself: usually, they take place in so-called “kibandas” – self-organised, communal spaces where the films are not merely projected onto a wall, but are also accompanied by a live commentator, known as a “video joker” (VJ). This commentator narrates the action, sometimes even acting as an animator. A unique cinematic performance!
Director Nabwana I.G.G. is one of the central figures of Wakaliga – we are presenting the studio’s latest production, EATEN ALIVE IN UGANDA, accompanied live by VJ Emmy, one of the most prominent VJs – and, according to the local community, the one with the best sense of humour – who is travelling from Kampala to attend the festival. In the film, an American soldier travels to a remote Ugandan village in the Rakai district to search for his brother, who has been missing for three years. There, he recruits soldiers to assist him on his mission, then encounters a somewhat strange scientist in the hinterland and a cannibalistic voodoo sect called “The Dancers”, consisting partly of zombies and partly of children who have acquired a taste for it. Trapped in this nightmare, an action-packed race against a horde of the undead begins. Will he manage to find his brother before he and his helpers are devoured?
To begin the evening, we are screening FORGET THE DIRECTOR, THIS IS EMMY’S CUT! by Marion Desmaret in her presence. As the title suggests, her short, experimental documentary centres on Emmy Batte, alias VJ Emmy, whom we see at work. In makeshift cinemas, he provides live dubbing, translates dialogue into local languages (primarily Luganda) and adds comments to the film narratives that range from humorous to socially critical. As a VJ as in this film, he reclaims the narrative and rewrites the script – a film brimming with cheerful disrespect.
In the presence of Marion Desmaret
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20
// So // 20 Uhr //
LAMBERT
LAMBERT ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Möglicherweise aber auch nie da. Es ist müßig, nachzufragen. Schließlich müsste man ihn erst einmal aufspüren, um das herauszufinden. Und man könnte nie sicher sein, ob es wirklich er ist, der hinter der sardischen Stiermaske steckt. So oder so: LAMBERT ist zurück. Er veröffentlicht ein neues Album. Er hat es I AM NOT LAMBERT genannt.
Fangen wir also damit an. I AM NOT LAMBERT ist ein klassischer Lambert und ein weiterer Beweis für die kreative Vielseitigkeit des seit mehr als einer Dekade vielgepriesenen, vermutlich in Berlin lebenden Pianisten, Komponisten und Produzenten. I AM NOT LAMBERT ist aber auch ganz anders, denn es ist sein erstes Album mit Gesangsparts, mit richtigen Songs, wenn man so will. „Meine Musik war schon immer songorientiert”, sagt er. „Es fühlte sich für mich äußerst natürlich an, nun zu sehen, ob meine Musik auch in der klassischeren Form eines Songs funktioniert. Songs machen einen großen Teil dessen aus, was ich höre, daher ist diese Art von Musik einfach ... ich weiß nicht ... ehrlich?”
Tatsächlich beginnt I AM NOT LAMBERT damit, dass er inmitten der ruhigen Klänge des Eröffnungsstückes Spirit mit Vocoder-Stimme singt. Es ist nicht die einzige Stimme, die auf dem Album vorkommt. Die Australierin Kat Frankie leiht etwa dem hauchzarten So Unkind ihren sanften Gesang und sein alter Freund Dekker unterlegt The Sum mit seinem souligen Timbre, bis es zu einer Prince-ähnlichen Hommage wird. Mit dabei ist auch Rob Goodwin (The Slow Show), dessen verwitterte Stimme bei Hurts Like You unbewusst den Geist von Lambchops Is A Woman channelt. Sicher ist: keine dieser drei Personen ist Lambert. Genau so wenig wie die Stammbesetzung Daniel Schaub (Gitarren, Bass, Schlagzeug), Marie-Claire Schlameus (Cello) und Ralph Heidel (Saxophon, Klarinette, Flöte) LAMBERT sind. Heidel verleiht Stücken wie dem eindringlichen All At Once zarte Nuancen und ist auch auf dem eleganten The Garage zu hören, während Schlameus Cello eine hervorgehobene Rolle in Parthenope spielt, dessen Klaviermelodie wiederum von Paolo Sorrentinos gleichnamigem Film inspiriert ist und dessen tiefe Töne wie ein Uhrwerk ticken. Zuweilen wechselt Lambert auch von seinem angestammten Klavier zum Schlagzeug, wie in We’ll Be Safe Here, The Sum, The Garage und The Chase, das wie eine Begegnung zwischen John Carpenter und Debussy beginnt, bevor es geschickt zur Seite ausweicht. Ist das der Lambert, den wir kennen?
T I C K E T S: bekommt Ihr an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Fangen wir also damit an. I AM NOT LAMBERT ist ein klassischer Lambert und ein weiterer Beweis für die kreative Vielseitigkeit des seit mehr als einer Dekade vielgepriesenen, vermutlich in Berlin lebenden Pianisten, Komponisten und Produzenten. I AM NOT LAMBERT ist aber auch ganz anders, denn es ist sein erstes Album mit Gesangsparts, mit richtigen Songs, wenn man so will. „Meine Musik war schon immer songorientiert”, sagt er. „Es fühlte sich für mich äußerst natürlich an, nun zu sehen, ob meine Musik auch in der klassischeren Form eines Songs funktioniert. Songs machen einen großen Teil dessen aus, was ich höre, daher ist diese Art von Musik einfach ... ich weiß nicht ... ehrlich?”
Tatsächlich beginnt I AM NOT LAMBERT damit, dass er inmitten der ruhigen Klänge des Eröffnungsstückes Spirit mit Vocoder-Stimme singt. Es ist nicht die einzige Stimme, die auf dem Album vorkommt. Die Australierin Kat Frankie leiht etwa dem hauchzarten So Unkind ihren sanften Gesang und sein alter Freund Dekker unterlegt The Sum mit seinem souligen Timbre, bis es zu einer Prince-ähnlichen Hommage wird. Mit dabei ist auch Rob Goodwin (The Slow Show), dessen verwitterte Stimme bei Hurts Like You unbewusst den Geist von Lambchops Is A Woman channelt. Sicher ist: keine dieser drei Personen ist Lambert. Genau so wenig wie die Stammbesetzung Daniel Schaub (Gitarren, Bass, Schlagzeug), Marie-Claire Schlameus (Cello) und Ralph Heidel (Saxophon, Klarinette, Flöte) LAMBERT sind. Heidel verleiht Stücken wie dem eindringlichen All At Once zarte Nuancen und ist auch auf dem eleganten The Garage zu hören, während Schlameus Cello eine hervorgehobene Rolle in Parthenope spielt, dessen Klaviermelodie wiederum von Paolo Sorrentinos gleichnamigem Film inspiriert ist und dessen tiefe Töne wie ein Uhrwerk ticken. Zuweilen wechselt Lambert auch von seinem angestammten Klavier zum Schlagzeug, wie in We’ll Be Safe Here, The Sum, The Garage und The Chase, das wie eine Begegnung zwischen John Carpenter und Debussy beginnt, bevor es geschickt zur Seite ausweicht. Ist das der Lambert, den wir kennen?
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23
// Mi // 20 Uhr // +++ T O U R + V E R S C H O B E N +++
SAY YES DOG
Leider wird die gesamte Tour von Say Yes Dog noch einmal verschoben. Neuer Termin ist der 07. April 2027 - bereits gekaufte Tickets behalten Ihre Gültigkeit.
Die Band schreibt dazu:
Dear friends,
we have some news we wish we didn't have to share: our European tour this autumn is postponed to April 2027. We were so looking forward to seeing you all again — but ticket sales haven't gone the way we hoped. Touring has become incredibly expensive and hard to calculate these days, and going ahead with shows that aren't selling well would mean a serious financial risk for us as an independent band. So, with a heavy heart, we've decided to move the tour. It wasn't an easy decision, and we hope you understand.
The good news: all tickets remain valid for the new dates, and when we see you in spring 2027, we'll have a brand new album with us. We can't wait to play these songs for you — it'll be worth the wait, promise.
Thank you for sticking with us. It means everything.
Love,
Paul, Aaron and Pascal
Die Band schreibt dazu:
Dear friends,
we have some news we wish we didn't have to share: our European tour this autumn is postponed to April 2027. We were so looking forward to seeing you all again — but ticket sales haven't gone the way we hoped. Touring has become incredibly expensive and hard to calculate these days, and going ahead with shows that aren't selling well would mean a serious financial risk for us as an independent band. So, with a heavy heart, we've decided to move the tour. It wasn't an easy decision, and we hope you understand.
The good news: all tickets remain valid for the new dates, and when we see you in spring 2027, we'll have a brand new album with us. We can't wait to play these songs for you — it'll be worth the wait, promise.
Thank you for sticking with us. It means everything.
Love,
Paul, Aaron and Pascal
24
// Do // 20 Uhr //
MØSTER! (nor / acid jazz)
Die norwegische Psych-Jazz-Band Møster! wird vom Saxophonisten Kjetil Møster angeführt, der sich mit dem Gitarristen Hans Magnus „Snah“ Ryan (Motorpsycho), dem Bassisten Nikolai Hængsle (Elephant9, Needlepoint) und dem Schlagzeuger Kenneth Kapstad (Spidergawd, ex-Motorpsycho) in bester Gesellschaft befindet. Møster! wurde 2010 gegründet und verschmilzt Free Jazz, Psychedelic Rock, elektronische Abstraktion und cineastisches Sounddesign zu einem explosiven und zutiefst fesselnden Klang. Die Intensität ihrer Improvisationen erinnert an Coltrane Mitte der 60er und Miles Davis in den 70ern, gefiltert durch die rohe Energie von Can und Soft Machine, die elektrofonische Musik von Stockhausen und Luc Ferrari sowie die tranceartigen, stundenlangen Jams von Fela Kuti. Doch nach mehr als 15 gemeinsamen Jahren als Band hat Møster! einen ganz eigenen Sound entwickelt...
Jedes Møster!-Konzert ist eine Reise, die sich auf abwechslungsreiche Weise durch gewaltige, filmische Klanglandschaften, temporeiche, kraftvolle Riffs und schwebende, meditative Klangfarben schlängelt. Ihr Publikum reicht von Fans des experimentellen Jazz und der zeitgenössischen Musik bis hin zu Anhängern des Psych-Rock. Neben zahleichen Touren durch ganz Europa haben Møster!u.a. auf dem Øya Festival, dem ReWire Festival sowie dem Molde Int. Jazz Festival gespielt.
T I C K E T S gibt es online bei tixforgigs (Link unterm Bild).
Jedes Møster!-Konzert ist eine Reise, die sich auf abwechslungsreiche Weise durch gewaltige, filmische Klanglandschaften, temporeiche, kraftvolle Riffs und schwebende, meditative Klangfarben schlängelt. Ihr Publikum reicht von Fans des experimentellen Jazz und der zeitgenössischen Musik bis hin zu Anhängern des Psych-Rock. Neben zahleichen Touren durch ganz Europa haben Møster!u.a. auf dem Øya Festival, dem ReWire Festival sowie dem Molde Int. Jazz Festival gespielt.
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25
// Fr // 20 Uhr // SHORTS ATTACK (9 Filme in 85 Minuten - alle in OmU)
KONTROLLVERLUST
#Error! – Durch Systemfehler und Überforderung ereignet sich Merkwürdiges. Ob auf Arbeit, im Restaurant oder bei der Fortpflanzung, ob im demokratischen Raum oder durch die Finanzwelt, defekte Kontrolle riskiert Gleichgewichtsstörung und setzt die Zukunft aufs Spiel. Augenzwinkernd und stringent zeigen 9 filmische Zwischenfälle gesellschaftliches Straucheln. Mit dabei u.a.:
HUMAN FARM
JAP 2024, R: Gentoku Yamada, 8 min
Kündigungs-Komödie
Eine „Menschenfarm“ macht dicht. Der Hausmeister soll die Anlage schließen und die Arbeiter*innen entlassen. Gar nicht so leicht.
BUTTERFLY (Leptir)
DK, KRO 2024, R: Suncana Brkulj, 8 min
Wimmelbild
In dieser Gemeinschaft tragen alle zu ihrem fantastischen Lebensfluss bei, ein Brunnen ist zentral. Was, wenn ein Schmetterling kommt!?
YOU ARE THE CANVAS
B 2015, R: Jean-Paul Frenay, 9 min
Gesellschaftsvisions-Klassiker
Unsere Gegenwart in ästhetisiertem Stilleben. Zwischen Sozialverhalten und technologischer Abhängigkeit wird die Zukunft eingefroren.
OBERVOGELGESANG
D 2020, R: Elias Weinberger, Ferdinand Ehrhardt, 7 min
Stop Faschismus
Eine Jugendliche wird mit einer rechtsextremen Schmiererei und einer von ihr zuvor verdrängten Fratze ihrer Heimat konfrontiert.
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HUMAN FARM
JAP 2024, R: Gentoku Yamada, 8 min
Kündigungs-Komödie
Eine „Menschenfarm“ macht dicht. Der Hausmeister soll die Anlage schließen und die Arbeiter*innen entlassen. Gar nicht so leicht.
BUTTERFLY (Leptir)
DK, KRO 2024, R: Suncana Brkulj, 8 min
Wimmelbild
In dieser Gemeinschaft tragen alle zu ihrem fantastischen Lebensfluss bei, ein Brunnen ist zentral. Was, wenn ein Schmetterling kommt!?
YOU ARE THE CANVAS
B 2015, R: Jean-Paul Frenay, 9 min
Gesellschaftsvisions-Klassiker
Unsere Gegenwart in ästhetisiertem Stilleben. Zwischen Sozialverhalten und technologischer Abhängigkeit wird die Zukunft eingefroren.
OBERVOGELGESANG
D 2020, R: Elias Weinberger, Ferdinand Ehrhardt, 7 min
Stop Faschismus
Eine Jugendliche wird mit einer rechtsextremen Schmiererei und einer von ihr zuvor verdrängten Fratze ihrer Heimat konfrontiert.
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26
// Sa // 20 Uhr // Faible Booking lädt ein:
Arne Semsrott - GEGENMACHT
Mit “Gegenmacht” knüpft Arne Semsrott direkt an sein erstes Buch & Spiegel Bestseller “Machtübernahme” an, dem schon Marc-Uwe Kling eine große Leseempfehlung ausgesprochen hat.
Arne Semsrott, geboren 1988 in Hamburg, ist Politikwissenschaftler und Aktivist. Er leitet das Recherche- und Transparenzportal FragDenStaat, mit dem er u. a. für die Veröffentlichung der "NSU-Akten" sorgte. Zudem war er Mitinitiator von Hochschulwatch und OpenSCHUFA und gründete den Freiheitsfonds. Semsrott schreibt u. a. für die taz, den fluter, netzpolitik.org und Le Monde diplomatique und ist zweifacher Träger des Otto Brenner Preises für kritischen Journalismus.
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Arne Semsrott, geboren 1988 in Hamburg, ist Politikwissenschaftler und Aktivist. Er leitet das Recherche- und Transparenzportal FragDenStaat, mit dem er u. a. für die Veröffentlichung der "NSU-Akten" sorgte. Zudem war er Mitinitiator von Hochschulwatch und OpenSCHUFA und gründete den Freiheitsfonds. Semsrott schreibt u. a. für die taz, den fluter, netzpolitik.org und Le Monde diplomatique und ist zweifacher Träger des Otto Brenner Preises für kritischen Journalismus.
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27
// So // 19.30 Uhr // TELESKOPradius:
MARTINA BERTHER + MAX KRAFT + MARY GOULDSBROUGH

» www.martinaberther.ch
» https://www.instagram.com/max.kraft_
» teleskopmusikproduktion.de/radius
» https://www.tixforgigs.com/Event/76046
Musik trifft auf Bewegtbild. Ein besonderer Konzertabend für die Zusammenkunft von klanglichen und visuellen Elementen. An zwei Sonntagen im Jahr 2026 trifft im Saal des UT Connewitz experimentelle akustische und elektronische Musik auf Visual Art. Kompositionen finden zusammen für einzigartige, gemeinsame und einmalige Performances. Kuratiert wird die Reihe von TELESKOP – Studio for Aural Arts Leipzig.
TELESKOPradius lässt Hör- und Sehbares ineinander fließen und stellt zwei Kunstformen
gleichberechtigt gegenüber. Klang trifft auf Bild in einem Moment der Interaktion, die es zu erleben gilt.
Die Zürcher Musikerin Martina Berther lotet mit ihrem E-Bass seit Jahren neue klangliche Territorien aus. Mithilfe von Pedalen, Präparationen, Objekten und unkonventionellen Spieltechniken verwandelt sie das Instrument in eine Quelle unerwarteter Sounds – von rauen Drones und knirschendem Noise bis hin zu fragilen, fast liedhaften Momenten. Ihre Live-Sets sind unvorhersehbare Reisen zwischen Intensität und Intimität, Abstraktion und Groove.
Neben ihrer Solotätigkeit tourt Berther mit ihren Bands Ester Poly und AUL, komponiert Musik für Film, Theater und Installationen und arbeitete mit der Sängerin Sophie Hunger zusammen.
Der in Leipzig lebende Trompeter und Produzent Max Kraft bewegt sich zwischen Ambient-Minimalismus und melodischer Ausdrucksstärke und erschafft ein musikalisches Universum, das sich als fortwährendes Kontinuum entfaltet.
Inspiriert von indischer Raga-Musik, skandinavischen Traditionen und elektronischer Musik verwebt er melodische Linien mit sich stetig verändernden Klanglandschaften. In den letzten Jahren arbeitete er mit Künstler*innen unterschiedlichster musikalischer Genres zusammen, darunter Jan Bang, Eivind Aarset, Damian Dalla Torre, Tristan Brusch, Simon Popp, Philipp Hülsenbeck, All diese Gewalt.
Mary Gouldsbrough (VizBiz) ist eine in Berlin lebende visuelle Künstlerin, die filmische Live-Performances aus Found Footage, analogen Texturen und generativer Animation schafft. Ihre Arbeiten, die häufig von der Natur, der Kosmologie und dem Wandel inspiriert sind, erschaffen abstrakte Welten, die sich irgendwo zwischen dem Mikroskopischen und dem Kosmischen bewegen. Anstatt die Musik zu illustrieren, nutzen ihre Performances Farbe, Rhythmus und Bewegung, um eine Atmosphäre zu erzeugen, die das Publikum in immersive Räume einlädt, die offen für Interpretationen sind.
T I C K E T S: bekommt Ihr online via tixforgigs.com sowie an der Abendkasse!
Förderer: Kulturamt der Stadt Leipzig | GVL | Deutscher Komponist*innenverband
TELESKOPradius lässt Hör- und Sehbares ineinander fließen und stellt zwei Kunstformen
gleichberechtigt gegenüber. Klang trifft auf Bild in einem Moment der Interaktion, die es zu erleben gilt.
Die Zürcher Musikerin Martina Berther lotet mit ihrem E-Bass seit Jahren neue klangliche Territorien aus. Mithilfe von Pedalen, Präparationen, Objekten und unkonventionellen Spieltechniken verwandelt sie das Instrument in eine Quelle unerwarteter Sounds – von rauen Drones und knirschendem Noise bis hin zu fragilen, fast liedhaften Momenten. Ihre Live-Sets sind unvorhersehbare Reisen zwischen Intensität und Intimität, Abstraktion und Groove.
Neben ihrer Solotätigkeit tourt Berther mit ihren Bands Ester Poly und AUL, komponiert Musik für Film, Theater und Installationen und arbeitete mit der Sängerin Sophie Hunger zusammen.
Der in Leipzig lebende Trompeter und Produzent Max Kraft bewegt sich zwischen Ambient-Minimalismus und melodischer Ausdrucksstärke und erschafft ein musikalisches Universum, das sich als fortwährendes Kontinuum entfaltet.
Inspiriert von indischer Raga-Musik, skandinavischen Traditionen und elektronischer Musik verwebt er melodische Linien mit sich stetig verändernden Klanglandschaften. In den letzten Jahren arbeitete er mit Künstler*innen unterschiedlichster musikalischer Genres zusammen, darunter Jan Bang, Eivind Aarset, Damian Dalla Torre, Tristan Brusch, Simon Popp, Philipp Hülsenbeck, All diese Gewalt.
Mary Gouldsbrough (VizBiz) ist eine in Berlin lebende visuelle Künstlerin, die filmische Live-Performances aus Found Footage, analogen Texturen und generativer Animation schafft. Ihre Arbeiten, die häufig von der Natur, der Kosmologie und dem Wandel inspiriert sind, erschaffen abstrakte Welten, die sich irgendwo zwischen dem Mikroskopischen und dem Kosmischen bewegen. Anstatt die Musik zu illustrieren, nutzen ihre Performances Farbe, Rhythmus und Bewegung, um eine Atmosphäre zu erzeugen, die das Publikum in immersive Räume einlädt, die offen für Interpretationen sind.
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30
// Mi // 20:00 Uhr // arte präsentiert - Cine Concert:
CLEANING WOMEN vertonen AELITA – DER FLUG ZUM MARS
SU 1924, Regie: Jaków Protasanow, 112 min
AELITA ist in seiner Mischung aus Sciencefiction und Alltagskomödie ein ungewöhnlicher sowjetrussischer Stummfilm, er erzählt mit viel Witz von den Lebensverhältnissen in der jungen Sowjetunion und bringt mit den Kosmonautenträumen des jungen Ingenieurs Loss ein utopisches Element ins Spiel: Nach einem Vorfall auf der Radiostation beginnt Loss von einem Flug zum Mars zu träumen. Dort findet er eine feudale, hochentwickelte Zivilisation vor und trifft auf eine Liebe, die eine Revolution zu entfesseln vermag. Eingegangen in die Filmgeschichte ist AELITA wegen seiner futuristischen Dekors zur Visualisierung des Lebens auf dem Mars.
Cleaning Women ist eine finnische Rockband, ihr Markenzeichen sind selbst gebaute Instrumente, auf denen sie experimentelle Rockmusik spielen. Ihre Musik changiert zwischen Techno und Avantgarde-Disco, sie verbindet Industial, europäische Volksmusik und moderne Tanzrhythmen. Der pulsierende Sound entsteht aus Alltagsgegenständen. Ein Wäscheständer war Grundmodell für die Entwicklung vielseitiger Instrumente mit stimmbaren Stahlsaiten, die mit Trommelstöcken aus Holz und Metall gespielt werden. Kontaktmikrofone am Rahmen nehmen den Klang der Gestelle auf. Zum Einsatz kommen weiterhin selbstgebaute Gitarren und ein großes Schlagwerk aus Dosen, Stahltrommeln von Waschmaschinen und Gärbehälter aus Plastik.Ihre Bühnenshow erinnert an das deutsche Kabarett der 20er Jahre und die expressionistischen Filme des Weimarer Kinos.
T I C K E T S bekommt Ihr online via tixforgigs.com sowie bei CULTON im Peterssteinweg 9!
AELITA ist in seiner Mischung aus Sciencefiction und Alltagskomödie ein ungewöhnlicher sowjetrussischer Stummfilm, er erzählt mit viel Witz von den Lebensverhältnissen in der jungen Sowjetunion und bringt mit den Kosmonautenträumen des jungen Ingenieurs Loss ein utopisches Element ins Spiel: Nach einem Vorfall auf der Radiostation beginnt Loss von einem Flug zum Mars zu träumen. Dort findet er eine feudale, hochentwickelte Zivilisation vor und trifft auf eine Liebe, die eine Revolution zu entfesseln vermag. Eingegangen in die Filmgeschichte ist AELITA wegen seiner futuristischen Dekors zur Visualisierung des Lebens auf dem Mars.
Cleaning Women ist eine finnische Rockband, ihr Markenzeichen sind selbst gebaute Instrumente, auf denen sie experimentelle Rockmusik spielen. Ihre Musik changiert zwischen Techno und Avantgarde-Disco, sie verbindet Industial, europäische Volksmusik und moderne Tanzrhythmen. Der pulsierende Sound entsteht aus Alltagsgegenständen. Ein Wäscheständer war Grundmodell für die Entwicklung vielseitiger Instrumente mit stimmbaren Stahlsaiten, die mit Trommelstöcken aus Holz und Metall gespielt werden. Kontaktmikrofone am Rahmen nehmen den Klang der Gestelle auf. Zum Einsatz kommen weiterhin selbstgebaute Gitarren und ein großes Schlagwerk aus Dosen, Stahltrommeln von Waschmaschinen und Gärbehälter aus Plastik.Ihre Bühnenshow erinnert an das deutsche Kabarett der 20er Jahre und die expressionistischen Filme des Weimarer Kinos.
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